Carsten Meyer-Heder (Bild: IMAGO / Reiner Zensen)

Weil er sich für eine Zusammenarbeit mit AfD ausgesprochen hat: Bremer CDU-Chef tritt zurück

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Wo  wir inzwischen in Sachen Demokratie angekommen sind, zeigt der Rücktritt des Chefs der Bremer CDU, Carsten Meyer-Heder, am Freitag. In einem Interview hatte er sich zuvor für eine sachorientiert Politik ausgesprochen und sich offen für eine Kooperation mit der AfD gezeigt. Vor den Bremer Linken habe er mehr Angst als vor manchen AfD-Leuten.

In einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Format buten un binnen hatte Meyer-Heder eine Zusammenarbeit mit der AfD ausdrücklich nicht ausgeschlossen und dafür plädiert, dass sich die CDU bei inhaltlichen Schnittmengen mit der AfD arrangiert. Dafür zahlt der CDU-Mann nun den Preis und zeigt, wo wir hier im besten Deutschland, das wir je hatten, mittlerweile unter dem links-grünen Meinungsdiktat angekommen sind.

“Da, wo es inhaltlich richtige Punkte gibt, die die AfD auf kommunaler Ebene fördert, kann man nicht sagen: Das ist Quatsch”, hatte Meyer-Heder in dem bisher veröffentlichten Video festgestellt. “Es geht um die Inhalte und nichts anderes. Wenn wir Dinge bewegen wollen und wir sind dann einer Meinung mit der AfD: Warum nicht?”, so Meyer-Heder. Er habe vor den Linken in der Bremischen Bürgerschaft mehr Angst als vor manchen Leuten in der AfD.

Im weiteren Verlauf des Interviews diskreditierte der CDU-Mann dann aber noch brav den thüringischen AfD-Chef Björn Höcke, indem er ihn als ein “Arschloch” tituliert haben soll und laut buten un binnen erkannt haben will, dass Höcke “die ganze AfD kaputt mache”. Man könne nicht so tun, als gäbe es Höcke nicht, so der CDU-Funktionär, der dann einschränkt: “Aber es sind ja nicht alles Rechtsradikale in der AfD, das ist auch zu kurz gesprochen. Wir müssen uns damit beschäftigen. Wir können ja nicht so tun, als wären das alles völlig verwirrte Menschen.”

Das verbale Feuerwerk auf Höcke hat Meyer-Heder aber schlussendlich nicht seinen CDU-Hals gerettet: Am Freitag teilte der Bremer CDU-Landesverband in einer Pressemitteilung mit, Meyer-Heder tritt als Landesvorsitzender der Bremer CDU zurück.

Auf Facebook dann das Gelabbere von Meyer-Herder, er sei im Interview falsch verstanden worden:

(SB)