An Bord spuckte er dann wieder große Töne: Scholz vor Journalisten im Regierungsflieger (Foto:Imago)

Raketenalarm bei Scholz-Besuch in Israel: Volksverdummung auf “Wochenschau”-Niveau?

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Man hat sich inzwischen schon daran gewöhnt, dass immer dort, wo westliche Politiker in Krisengebieten mit dem dicken Scheckbuch auftauchen, um die angeblich dramatischen Kriegsfolgen zu lindern, “zufällig” Bomben- oder Raketenalarm gegeben wird. Ob Biden, Baerbock oder von der Leyen in Kiew, oder aktuell bei den Beistandsbesuchen in Israel: Mit nichts setzen sich Politiker und ihre wohlgelittene, weil nibelungentreue mitreisende Medien-Entourage lieber in Szene als mit Bildern von eiligen Galoppmärschen in Luftschutzbunker oder Schutzräume.

In Tel Aviv, bei Olaf Scholz’ “Solidaritätsreise” , wurde nun offenbar eine ganz besondere Inszenierung kreiert. Um den Besuch des dösenden präsenil wirkenden Kanzlers besondern effektvoll zu gestalten, verbrachte die Ex-Merkel-Hofschranze Steffen Seibert, der als zum Lohn nunmehr als Botschafter in Israel dienen darf, den Kanzler wegen eines Raketenalarms zuerst eigens in einen Schutzraum im sechsten Stock der Botschaft.

Noch nicht genug Drama

Da das noch nicht genug Drama war, folgte dann am Flughafen Ben Gurion kurz vorm Boarding ein weiterer “Zwischenfall”, den das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” wie folgt schildert: “Seibert … sagt den Journalisten zum Abschied, es sei immerhin nicht zu einem Raketenalarm gekommen, bei dem alle aus dem Auto springen und sich auf den Boden legen mussten. Das stimmt. Minuten später müssen aber alle aus dem Flugzeug springen. Die Sirenen heulen wieder, Crewmitglieder rufen laut: ‘Raus, raus, raus!’ Einer mahnt: ‘Auf den Boden!’

Und weiter: “Schnell legen sich die Delegationsmitglieder auf das Rollfeld vor dem Flugzeug. Das ist voll betankt. Ein Treffer könnte den Flieger in die Luft sprengen. Im Nachhinein ist vielen bewusst, dass sie noch viel zu nah am Flieger waren.” Welche Erkenntnis! Dass es bei einem Treffer auf ein Flugzeug mit 60 Tonnen Kerosin an Bord reichlich egal ist, ob man drinnen sitzt, davor steht oder darunter liegt, weiß eigentlich jedes Kind. Können die Politiker und mitreisenden Hofjournalisten wirklich so bescheuert sein, trotzdem auf diese Weise in Deckung zu gehen? Eigentlich nicht. Besser verständlich wird die Situation, wenn man sich bewusst macht, dass es hier offenbar um einen PR-Schwindel par excellence handelte. Denn wer das folgende Bilder der Situation sieht (und auch welche aus anderen Blickwinkeln), dem fällt bei näherer Betrachtung auf, wie an den anderen Maschinen das Boarding völlig entspannt und normal weiterläuft:

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(Screenshot:Facebook)

Ohne diesen Goof wäre das Schauspiel der Deutschen vermutlich niemandem als Schwindel aufgefallen. Entweder ließ sich hier die Scholz-Reisegruppe (man beachte vor allem rechts im Bild ZDF-Hauptstadtstudioleiter Theo Koll, dessen auch hier wieder gezeigte “Tuchfühlung” mit den Mächtigen die Regierungsnähe des öffentlich-rechtlichen eindrücklich unterstreicht!) wissentlich auf eine gestellte Gefahreninszenierung ein – oder die Deutschen waren wieder mal besonders überkorrekt und “vorsichtig”. Da die Insassen der Regierungsmaschinen oft genauso defekt sind wie die Flugzeuge selbst (die Baerbock-Pannenflüge lassen grüßen), lässt sich dies nur schwer beantworten. (TPL)