Jamila Schaefer MdB Anton Gerhard Hofreiter MdB. Roderich Kiesewetter MdB Marie Agnes Strack-Zimmermann MdB Florian Hahn MdB Muenchen 18.02.2023 Odeonsplatz Ukraine Grosskundgebung Muenchen - Foto: Imago

Krieg & Bodenschatz: Kiesewetters Lithiumvorkommen

Man vergesse das ganze Geschwätz von der Demokratie, der Freiheit und den westlichen Werten, die der Oberkorrupte in der Ukraine angeblich für ganz Europa verteidigt. Dem Unions-Kiesewetter ist die Wahrheit herausgerutscht.

von Max Erdinger

Was steht hinter dem ganzen EU-Beitrittsgedöns für die Ukraine? Die Gier nach russischen Bodenschätzen, die deshalb besser ukrainisch wären. Weswegen die Ukraine auch so dringend EU-Mitglied werden soll. Es geht um die hirnrissige Energiewende.

Roderich Kiesewetter ist der “Ballermann” aus der Unions-“Opposition”. Man fragt sich, wann der transatlantische Vollstrecker Zeit hat, Volkes Interesse zu vertreten. Auch sein Tag hat nur 24 Stunden. Kiesewetter ist u.a. Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, in der Atlantik-Brücke, im Lions-Club, im Sozialverband VdK Deutschland, in der Trilateralen Kommission, im Bundeswehr-Sozialwerk und in der Clausewitz-Gesellschaft.

Kiesewetter
Roderich Kiesewetter (CDU) – Screenshot phoenix

Im “Bericht aus Berlin” der ARD hat Kiesewetter nun ausgeplaudert, worum es der Bundesregierung mit der Ukraine geht. Das transatlantische “Oppositions”-U-Boot zum Schaden des deutschen Steuerzahlers im Dienste der gierigen Ökologistenlobby: “Wenn die Ukraine zerfällt, sind die Folgekosten viel größer, als wenn wir jetzt viel stärker reingehen. Und wenn Europa die Energiewende vollziehen will, braucht sie eigene Lithiumvorkommen. Die größten Vorkommen in Europa liegen im Donezk-Luhansk-Gebiet. Deswegen will Russland diese auch, um uns abhängig zu machen von der Energiewende mit Blick auf Elektromotoren”. Die Befreiung ukrainischer Gebiete sei daher “auch eine extrem wirtschaftliche Frage”. Es stünden also auch noch ganz andere Ziele hinter dem sündteuren deutschen Engagement “für die Ukraine”, als der Widerstand gegen den ach-so-“unprovozierten russischen Angriffskrieg”. Kiesewetter: “Also wir haben hier auch ganz andere Ziele noch im Hintergrund und deshalb brauchen wir eine vereinte Anstrengung der Bürgerinnen und Bürger, damit unsere Politik die Rückendeckung hat, mehr für die Ukraine zu tun.”

Wessen Bodenschätze?

Es sind also die russischen Lithiumvorkommen im Donbass, die für einen wie Kiesewetter besser ukrainisch wären, da sich die Russen im Donbass samt ihrer Lithiumvorkommen nicht für eine EU-Mitgliedschaft interessieren. Diese Lithiumvorkommen könnten allerdings noch ukrainisch sein, wenn die ukrainische Armee darauf verzichtet hätte, die ethnischen Russen im Donbass zwischen 2014 und 2022 – die damals noch eigenen Staatsbürger also – mit Artilleriebeschuß zu terrorisieren und ca. 14.000 von ihnen einfach umzubringen. Das hätte unter Lithium-Gesichtspunkten viel erleichtert. Vorbei ist aber vorbei. Donezk und Luhansk haben sich in Referenden für Russland entschieden und der Ukraine den Rücken gekehrt. Die dortigen Lithiumvorkommen sind russisch und somit das, was sie für die längere Zeit ihres Vorkommens ohnehin immer gewesen sind.

Im Klartext: Der “Oppositions”-Kiesewetter will ohne jede Aussicht, den Zerfall der Ukraine aufzuhalten, weiter Krieg gegen Russland führen, um an ihre Bodenschätze zu kommen – und die EU-Mitgliedschaft der Ukraine soll das Vehikel dafür sein. Wieviele Ukrainer und Russen dafür ihr Leben lassen sollen, ist ihm anscheinend egal. Das läuft dann für diejenigen, die auch so schon unter der hirnrissigen Energiewende ächzen, die deutschen Bürger nämlich, unter “vereinte Anstrengung der Bürgerinnen und Bürger” und “mehr für die Ukraine tun”. Unverschämter geht’s wohl kaum noch. Wenigstens ist damit das wohlfeile und grundverlogene Moralistengeplapper von der ukrainischen Demokratie, der Souveränität der Nation, der Freiheit und der Verteidigung der westlichen Werte als Pseudorechtfertigung für das deutsche “Engagement” im perfide eingefädelten Angriffskrieg der amerikanischen Neocons gegen die Russen entlarvt als das, was es von Beginn an gewesen ist: Bigottes Geschwätz, dem jede Wahrhaftigkeit abgeht.

Im Übrigen gibt es für die “souveräne Nation Ukraine”, dieses eitrige Furunkel am Allerwertesten der “internationalen Staatengemeinschaft”, das einem in maximaler Impertinenz als Hort von Freiheit, Demokratie und westlichen Werten angedient werden soll, unter überhaupt keinen Umständen noch eine Aussicht auf die Hoheit über die Bodenschätze im Donbass. Die Ukrainer sind fix und fertig, verraten und verkauft vom sogenannten “Wertewesten” für dessen eigene Interessen. Welche das wiederum zu sein haben, legt kein Kiesewetter und keine EU-Kommission fest, sondern der amerikanische “Verbündete & Partner”.

Vorschlag zur Güte

Da ist man fast geneigt, einen “Vorschlag zur Güte” zu machen, gerichtet an den Kreml: Anstatt daß sich ein deutscher Kiesewetter illusorische Gedanken über die “vereinte Anstrengung von Bürgerinnen und Bürgern” für einen militärischen Erfolg der EU und Deutschlands gegen Russland “über Bande” macht, um an die Lithiumvorkommen im russischen Donbass zu kommen, könnte Putin in Moskau einen Appell für die “vereinte Anstrengung der” russischen “Bürgerinnen und Bürger” veröffentlichen, mit dem er dafür wirbt, an die “diversen deutschen Kiesewetters” im Rektum der amerikanischen Neocons zu kommen.

Ergänzend könnten sich die Deutschen dann, wenn sie dazu noch in der Lage wären, auch überlegen, ob sie wirklich selbst noch etwas auf das “Narrativ” von jemandem geben sollen, der es fertig bringt, einen Lügensatz mit “um uns abhängig zu machen von der Energiewende mit Blick auf Elektromotoren” abzuschließen. Putin will uns abhängig von der Energiewende machen? Mit Blick auf Elektromotoren auch noch? – Sapperlott. Eine solcherart sinnbefreites Gestammel wäre ja nicht einmal Annalena Baerbock aus dem feministischen Mundwerk gepurzelt. Und das will etwas heißen.

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