Polizei in der "Böllerverbotszone" am Berliner Alex, wo es zuvor zu einer "Pyro-Schlacht" gekommen war (Foto:Imago)

Silvesterlüge 2023/24: Alles super, nix passiert, Friede – Freude – Eierkuchen!

Man hätte blind darauf wetten können: kaum ist die Silvesternacht in Berlin mit einer neuerlichen Horrorbilanz vorbei, wird die Öffentlichkeit für dumm verkauft und in Beschwichtigung eingelullt, zum Glück sei dank des erfolgreichen Polizeikonzepts und massiven staatlichen Aufgebotsalles glatt gegangen. Was wir erleben, ist die nächste große Verharmlosung und Lüge des politmedialen Komplexes, um die katastrophale Realität zu verleugnen und vor allem diejenigen, namentlich die AfD, nicht noch zu bestätigen oder gar zu stärken, die als einzige den Finger in die Wunde legen und die Zustände benennen. Sie dürfen kein Recht behalten, denn dann würden sie noch mehr welcher Zulauf bekommen – Superwahljahr 2024 mit alleine drei ostdeutschen Landtagswahlen wäre das systemgefährdend.

Also lässt man die üblichen Hofschranzen und ihr Zitierkartell schönrednerische und grotesk verharmlosende Aussagen über bundesweite neuerliche Abgründe von Landfriedensbruch und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit tätigen, die begierig medial verbreitet werden – obwohl das, was ich in der letzten Nacht zutrug, ohne die noch weitaus präsente Erfahrung des Vorjahres – und rein für sich betrachtet – mindestens eben so schockierend war. Man setzt auf Abstumpfung und versucht minimale Abschwächungen auf gleichbleibend hohem Niveau, die zeigen, dass das Problem unvermindert fortbesteht, als “Erfolg” zu verkaufen.

Sand in die Augen gestreut

Die “Süddeutsche Zeitung” (SZ) streut ihren Lesern unter der Schlagzeile “War was?” mit folgender Unterüberschrift Sand in die Augen: “Die befürchtete Silvester-Randale in Berlin ist ausgeblieben – dank massiver Polizeipräsenz“. Und aus Sicht des zuständigen Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei, Andreas Roßkopf (das ist der, der immer als euphemistisch-beschwichtigender Konterpart zum Chef der rivalisierenden Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, aufgeboten wird), seien “die Einsätze der Bundespolizei in der Silvesternacht …. weitgehend zufriedenstellend verlaufen”. Denn: “Die Einsatzverläufe waren in allen Bereichen der Bundespolizei ruhiger als erwartet und befürchtet”, so Roßkopf . Die Bundesbereitschaftspolizei sei zur Unterstützung der Landespolizeien mit starken Kräften gerade in Berlin und Köln eingesetzt worden. “Zufrieden”ist man hier also mit Angriffen auf Polizeibeamte im Minutentakt, 15 verletzten Polizisten, 300 Festnahmen und in die Millionen gehendem Sachschaden. Molotowcocktails, Unmassen teils illegale Böller, Straßensperren. Das also bewertet die SZ  als “ausgebliebene Randale”.

Roßkopfs wahlweise an Volksverhöhnung oder Selbstbetrug grenzender Befund geht noch weiter: Zwar seien Sicherheitskräfte aus den Menschenmengen heraus mit Silvesterböllern beworfen und mit Feuerwerksraketen beschossen worden, aber “dank der massiven Anzahl an Einsatzkräften konnte dies immer wieder sehr schnell unterbunden werden”. Zum Glück habe es bei den eingesetzten Beamten “kaum Verletzte” gegeben. “Darüber sind wir sehr froh.” Soso. “Froh” ist man also. Mit diesem Framinh, mit dieser Gehirnwäsche beginnt das neue Jahr faktisch genau so, wie das alte geendet hat, wie Boris Reitschuster treffend kommentiert.

Extreme Ausschreitungen bagatellisiert

Auch anderswo kam es in Deutschland zu extremen Ausschreitungen. In Hannover wurden zahlreiche Feiernde körperlich attackiert, es kam zwischen Migrantengruppen zu Auseinandersetzungen. In Köln berichtete “WDR aktuell: “Nachdem bereits Heiligabend ein 30-jähriger Tadschike wegen Terrorverdachts in Gewahrsam genommen wurde, hat die Kölner Polizei gestern Nacht drei weitere Verdächtige gefasst. Die Gruppe soll geplant haben, in Köln Anschläge mit einem Auto zu verüben.” Und der “Nius”-Newsticker und Nachrichtenseiten der Sozialen Medien vermeldeten Übergriffe und Straftaten fast im Minutentakt.

Nachdem der Linksstaat im Vorjahr versucht hat, die Silvesterkrawalle zu post-corona-bedingten Frustausbrüchen vor allem “deutschen” Tätern (Passdeutsche und Doppelstaatsbürger übertünchen kulturelle und identitäre Brüche) umzudichten und aus fast 300 Straftaten gerade einmal lausige 16 Verurteilungen (alle ohne Freiheitsstrafe) resultierten, scheint die Strategie dieses Jahr so auszusehen, dass man die eigene Kapitulation als Triumph verkauft. Die, die diese Verlogenheit pflegen, würden im Fall eines neuen 9/11, bei dem diesmal nur 2.900 statt 3.000 Menschen den Tod fänden, vermutlich auch von einer “zufriedenstellenden” Entwicklung reden, weil sie die Situation ja gegenüber letztem Mal “gebessert” habe. Die Frage zudem, in welchem anderen Land Europas und auf der Welt es eigentlich so zugeht wie bei uns – außer vielleicht in Israel, wo man sich an die täglich abgefangenen oder teilweise auch einschlagenden Hamas-Raketen gewöhnt hat, stellt schon gar niemand mehr.

“Alles im Griff”

Auch “Bild” reiht sich fatalerweise in den “Erleichterungsjournalismus” ein und titelt heute: „Alles im Griff“. Die Polizei habe “die Lage im Griff” gehabt: “Mehr als 4000 Beamte zeigten Randalierern und Gewalttätern in der Hauptstadt, wo es lang geht – für rund 300 Personen in die Zelle!“ Das also soll normal sein? Und welche “Personen” waren das, die da verhaftet wurden? Wieder “Deutsche”? Was ist mit der großangelegten Pyro-Attacke vom Alexanderplatz, was mit dem Angriff auf ein Polizeifahrzeug mit einer Kugelbombe, das daraufhin demoliert wurde? Wie eigentlich stellen “Bild” & Co. nicht die entscheidende Frage, wie es letzte Nacht wohl – nicht nur in Berlin, auch anderswo in Deutschland – ausgesehen hätte, wenn nicht ein solch martialisches, früher nicht ansatzweise notwendiges Massenaufgebot von Polizei und geradezu paramilitärischen Kräften aufgeboten worden wäre? Dass es trotz einer Vervielfachung der Hauptstadt-Einsatzkräfte zu diesen Schreckenszahlen kam, beweist ja eigentlich nur, dass das Problem in Wahrheit noch größer geworden ist. Und es wird auch die nächsten Jahre immer mehr zunehmen – weil sich die Voraussetzungen nicht ändern, sondern im Gegenteil das gesellschaftliche Klima durch anhaltend importierte Gewalt der Parallelmilieus immer mehr verroht und explosiver wird.

Nochmals Reitschuster: “Was für eine unglaubliche Manipulation – neudeutsch ‘Framing’! (…) Offen gestanden weiß ich gar nicht mehr, was schlimmer ist. Die Zustände in den großen Städten, insbesondere in Berlin, wo ein vor allem migrantisch geprägter Mob sich im gefühlten Kriegszustand mit der Polizei befindet und Angst und Schrecken verbreitet. Oder die Art und Weise, wie unser polit-medialer Komplex diese unsäglichen Zustände schönredet und verdrängt?”

Unglaubliche Manipulation

Fakt ist: Für Frauen, Juden und auch unbeschwert feiernde Einzelpersonen werden deutschlandweit immer mehr No-Go-Areas und ganze Stadtteile als “Stammlande” der Parallelmilieus und Aufmarschgebiete der “Party- und Eventszene” zum lebensgefährlichen Pflaster. Die Devise der Politik, die diese Zustände erzeugt und ermöglicht hat, lautet offenbar: Haltet euch einfach dort fern, dann passiert nichts. Statt “Armlänge Abstand” also am besten ganz zuhause bleiben, scheint die pragmatische Devise zu sein. Den Mob einfach machen lassen und seinen Beirut-Gaza-Flair verströmen lassen – und schon gibt es keine Probleme mehr in Buntdeutschland! Der niedersächsische AfD-Politiker Stephan Bothe spricht offen an, was dabei – wie auch mit der verharmlosenden Berichterstattung über das angeblich gut überstandene, “friedfertige” Silvester – das große Problem ist: “Nur mit derartigem Aufgebot, so zeigt sich, lassen sich die alljährlichen bürgerkriegsartigen Zustände halbwegs eingrenzen. Die Nacht des unbeschwerten Feierns ist zu einem Angstdatum geworden.”

Genau das ist der Punkt. Wer es normal findet, dass Weihnachtsmärkte nur noch hinter Merkelpollern und Volksfeste nur noch mit MG-bewaffneten Polizeipatroiullen, Bombensuchkommandos und anwesenden Einsatzfahrzeugen stattfinden können und die so erzeugte “Friedlichkeit” als Erfolg feiert, der ist bereits “angekommen” in diesem neuen Deutschland. Bothe fand übrigens auch noch ein paar deutliche Worte zu der unverschämten Forderung aus vor allem just jenen Parteien, die uns diese endbereicherten Zustände beschwert haben, die Risiken durch ein Verbot von Feuerwerkskörpern zu mindern (und damit die friedliche Mehrheit für das kriminelle Fehlverhalten zugewanderter militanter Asozialer zu bestrafen): “Da hilft auch kein Böllerverbot. Es würde vor allem jene treffen, die harmlos und friedlich ins neue Jahr feiern möchten. Die Randalierer würde es nicht abhalten. Es zeigt sich, dass sich dieses Land auch aufgrund der Massenzuwanderung aus muslimischen Kulturkreisen massiv verändert hat. Das gilt für Silvester aber auch für die Terrorgefahr, die unsere Weihnachtszeit überschattet hat. Hier muss die Politik endlich klar erkennen, wer die Täter sind und wer für den gesellschaftlichen Wandel verantwortlich ist.“

Anabel Schunke brachte es in einem Tweet auf den Punkt:

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(Screenshot:Twitter)

 

Eingedenk der Erfahrungen nach dem Vorjahressilvester entwarf Schunke ebenfalls eine Art Matrix über den in Deutschland mittlerweile üblichen Ablauf der Silvester-Debatte (auch wenn er sich nun, erweitert um die neue Strategie der Abwiegelung und Verharmlosung, in leicht variierter Form darstellt):

  1. Empörung (“Volle Härte des Gesetzes”) und Feststellung, dass junge Migrantenmänner den öffentlichen Raum eingenommen haben
  2. Feststellung von Links, dass das Problem Männer an sich sind und ohnehin die meisten Täter “Deutsche” seien
  3. Vornamendiskussion, Kritik an Einbürgerungen und Asylpolitik
  4. 4. Diskussion wird von Links als rassistisch gebrandmarkt, Friedrich Merz sagt irgendwas mit „kleinen Paschas“ und rudert dann wieder zurück
  5. 5Debatte läuft nach 1-2 Wochen spätestens aus, alles bleibt wie es ist, weil sonst rassistisch, CDU wird für härtere Law-and-Order-Politik gewählt und verhängt dann Winter-Abschiebestopp
  6. Nächstes Jahr dann Panzer in Berlin, aber war schon immer so und hat nichts mit Migration zu tun.

Übrigens ist es für eine abschließende Bilanz der Silvesternacht noch zu früh: Noch könnte es nämlich in Berlin zu einem gewaltsamen Nachspiel kommen. Wie “Bild” heute berichtet, wurde nämlich eine 15-jährige Tochter des Clan-Bosses Issa Remmo bei einem schweren Unfall im Berliner Stadtteil Buckow von einem Polizeiauto (!) angefahren und verletzt. ” Der Unfall ereignete sich kurz nach Mitternacht in der Straße Alt-Buckow, als die Familie gegen 0.15 Uhr auf dem Bürgersteig und auf der Fahrbahn Feuerwerk zündete. Ein Polizeiwagen einer Einsatzhundertschaft fuhr mit Blaulicht und Martinshorn durch die Straße. In Höhe der Remmo-Villa erfasste der schwere Mercedes-Transporter dann das Mädchen”, so die Zeitung. Wenn das mal nicht – nach alter Clanväter Sitte – nach Rache riecht… (TPL)

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