Gebrauchtwagen: Nichts mehr reparieren, alles verschrotten - für die schöne neue E-Welt (Symbolbild:Imago)

Von wegen “Nachhaltigkeit”: EU will Reparatur aller Fahrzeuge verbieten, die älter als 15 Jahre sind

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Die ideologische Durchdringung aller Lebensbereiche im Machtbereich der EU durch eine Brüsseler Politkrake, die den Menschen jede Nische und jeden Winkel ihres Lebens ideologietriefend-bevormundend vorschreiben will, erstreckt sich seit dem Verbrennerverbot ab 2035 zunehmend auch auf alle Nebenaspekte der Automobilität. Interessanterweise ist der Gedanke der Nachhaltigkeit, ansonsten stets propagiert, dabei plötzlich kein Thema mehr. So bereitet die EU derzeit ein Reparaturverbot für alle Autos vor, die älter als 15 Jahre sind und einer Pflichtinspektion (TÜV u.ä.) unterzogen werden müssen. Ziel soll sein, den Kauf “weniger umweltschädlicher Autos” zu fördern, wie das Portal “Logistik Ready” schreibt. Es wäre das Ende des Gebrauchtwagen- und Oldtimermarktes, wenn sich dieser Wahnwitz durchsetzen sollte.

Zwar wurde der Vorstoß der EU-Kommissionvom Europäischen Parlament noch nicht durchgewunken; er ist aber, so das Portal, Teil der EU-Ziele, den Schadstoffausstoß im Verkehrssektor bis 2050 zu reduzieren. Und weil das erste dieser Ziele darin besteht, wahnhaft-verbohrt auf eine Reduktion der automobilen Emissionen um 55 Prozent bereits bis 2030 – in weniger als sechs Jahren also – hinzuwirken, dürfte die politische Durchsetzung dieses Irrsinns nur noch eine Formalität sein.

Bizarre Züge

Es handelt sich dabei quasi um die EU-Antwort auf die gegenüber einzelnen Staaten gefundene Kompromissregelung, dass Verbrenner auch nach 2045 weitergefahren werden dürfen, und die E-Autopflicht nur für Neuwagen gilt. Der Alleingang Europas nimmt mit diesem Ziel bizarre Züge an: Der planwirtschaftliche Markteingriff, eine bewährte Technologie nicht nur von der Herstellung abzuschotten, sondern nun auch noch die älteren Modelle quasi zwangsverschrotten zu müssen, zeugt von einem besorgniserregenden Verbotswahn. Nicht nur wird damit das Prinzip der Sparsamkeit und Rohstoffeinsparung mit Füßen getreten, indem – zudem unter ökologisch katastrophalen Bedingungen hergestellte – Elektroautos gepusht werden sollen; es ist auch zu erwarten, dass ältere Verbrenner dann eben im EU-Ausland oder gar in Übersee repariert werden, was mehr Pendelverkehr bedeutet und eine strukturelle Schwächung des Autohandwerks.

Denn klar ist: Sollte das Verbrennerverbot wirklich kommen, werden viele EU-Bürger lieber alle Anstrengungen in Kauf nehmen, um ihre bewährten Benziner und Diesel weiterzufahren –  denn die E-Technologie funktioniert  heute als Großlösung nicht und wird es auch in 11 Jahren nicht – weder von den Stromkapazitäten noch von Reichweite und schon gar nicht von der Sicherheit (Brandgefahr!) her,  Kuba oder etliche westafrikanische Länder machen seit Jahrzehnten vor, wie sich selbst noch so alte Fahrzeuge kreativ instand halten und endlos weiternutzen lassen; etwas Ähnliches wird dann auch mit den dann “alten” Autos Europas passieren. (TPL)

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