Robert Habeck (Bild: shutterstock.com/Alexandros Michailidis)

Populist Habeck gibt im EU-Wahlkampf plötzlich den großen Corona-Aufklärer

Robert Habeck hat wieder einmal gezeigt, dass seine Verlogenheit keine Grenzen kennt. Wohl mit Blick auf den Europawahlkampf setzt er sich nun urplötzlich für eine Aufarbeitung der Corona-Politik ein und benutzt die Veröffentlichung der Protokolle des Corona-Krisenstabes des Robert-Koch-Instituts (RKI) durch das „Multipolar“-Magazin als Vorwand: „Wir sollten jetzt eine Phase einleiten, in der wir über die schwere Pandemie-Zeit mit all ihren Auswirkungen noch mal nachdenken“, ließ er verlauten. Ausgerechnet Jens Spahn (der einst sagte „Wir werden uns viel zu verzeihen haben.“) wurde von Habeck ausdrücklich als Referenz hierfür genannt. Weil natürlich auch Fehlentscheidungen getroffen worden seien in einer Zeit voller Verunsicherung: „Die damalige Bundesregierung hat in der Pandemie in einer nie gekannten Situation auf schwankendem Boden schnell tiefgreifende Entscheidungen treffen müssen. Sicherlich sind da auch Fehler passiert, aber genauso wäre es ein Fehler gewesen, nicht zu entscheiden“, so Habeck weiter.

Und er ergänzte: „Es wurden durch die Entscheidungen Leben gerettet, aber gerade für Kinder und Jugendliche war es auch eine Zeit der großen Einsamkeit. Ich denke, wir sollten den Mut haben, die Lehren ziehen, Abläufe überprüfen, die Auswirkungen evaluieren.“ Mit diesem salbungsvollen Geschwätz will er sich nun offenbar als besonnener und einsichtiger Versöhner zwischen Volk und Politik inszenieren.

Dahmen und Habeck selbst als Mittäter: Grüne Scharfmacher

Während Karl Lauterbach und Habecks grüner Parteifreund Janosch Dahmen, einer der übelsten Corona-Neurotiker schlechthin, sich nicht schämten, im Zusammenhang mit den RKI-Akten eine ausländische Einflussnahme als Erklärung zu bemühen, geht Habeck also den umgekehrten Weg und gesteht gönnerhaft zu, dass Fehler gemacht wurden. Bei der Aufarbeitung gehe es aber nicht um Schuldzuweisungen, schob er umgehend nach. „Kein Blame Game, aber aus Erfahrung lernen – das ist die Devise“, lautet die Parole, die er ausgab.

Man darf gespannt sein, ob er sich selbst dann auch in diese Aufarbeitung einbezieht: Im November 2021 hatte Habeck gefordert, man müsse „die vierte Welle in einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung brechen“, indem die Kontakte für Ungeimpfte reduziert würden und so lange geimpft würde, „bis die Nadel glüht“. Wie viele Menschen dem Impfwahnsinn zum Opfer fielen und bis heute an den psychischen Folgen der völlig sinnlosen Kontaktverbote und der Stigmatisierung als Ungeimpfter leiden, ist gar nicht zu beziffern. Damit konfrontiert, würde Habeck seine damaligen Worte wohl genauso routiniert wegschwafeln, wie sein sonstiges Totalversagen. Deshalb ist seine angebliche Bereitschaft zu einer Corona-Aufarbeitung light genauso verabscheuungswürdig wie Lauterbachs und Dahmens Versuch, die Veröffentlichung der Corona-Protokolle als Werk der Russen zu verkaufen. (TPL)

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