Deutschlands Zukunft ist der Nachwuchs (Foto: Andrew Angelov/Shutterstock)

Dass die Geburtenrate in Deutschland sinkt, passt in das Bild der Selbstverachtung linksgrüner Antipatrioten!

Der Umstand einer immer weiter sinkenden Geburtenrate in Deutschland ist nicht nur sich sterilisieren lassen wollenden Klimaapokalyptikern zu verdanken – die einerseits keine Babys mehr in die Welt setzen möchten, weil sie fürchten, dass sie schon in naher Zukunft in der Erderhitzung verbrennen würden.

Von Dennis Riehle

Und andererseits auch nicht durch neue Individuen dazu beitragen wollen, dass noch mehr CO2 in die Atmosphäre emittiert wird. Was ich mit Blick auf die Physik, die Ethik und die Umwelt von dieser Einstellung halte, muss ich sicherlich nicht noch einmal referieren. Stattdessen befasst mich das Phänomen von der Familienfeindlichkeit in der Bundesrepublik – und auch die Psychologie hinter der Entscheidung, sich in vehementer Egomanie für Karriere statt Kind auszusprechen.

Es ist zweifelsohne dem völlig entglittenen Ich-Bewusstsein einer sich in freiheitlicher Selbstüberheblichkeit befindlichen Generation geschuldet, die obendrein mit der eigenen Lebensführung bereits derart überfordert ist, dass sie nach einigen 35-Stunden-Wochen vor Erschöpfung in sich zusammenbricht. Ja, Nachwuchs bedeutet Arbeit und Verantwortung. Gleichzeitig ist er das größte Geschenk, das man uns Menschen auf der Erde machen kann. Dieser Umstand scheint auch deshalb nicht mehr in der Wahrnehmung unserer Bevölkerung verhaftet, weil wir insgesamt eine recht lebensfeindliche Einstellung eingenommen haben. Wir befinden uns in einem selbstkasteienden Masochismus, welcher auf der Verachtung der eigenen Identität und Herkunft beruht. Aber auch in einer penetranten Unzufriedenheit mit der „Boomer“-Mentalität, welche im diametralen Gegensatz zu einer antiautoritären Erziehung der die Kleinsten in begeisterter Post-68er-Manier verhätschelnder Eltern steht.

Bequemlichkeit scheint heute en vogue – und woke zugleich. Weshalb soll ich mich anstrengen, wenn es doch der Nachbar für mich tun kann? Dies gilt nicht nur mit Blick auf manch eine gescheiterte Influencer-Existenz, die in der Bürgergeld-Hängematte endet. Sondern auch hinsichtlich des Auftrags, für die Zukunft unseres Volkes einen Beitrag zu leisten. Zweifelsohne könnten wir uns als Gesellschaft noch deutlich mehr bemühen, mehr Unterstützung finanzieller, materieller, personeller und ideeller Art für werdende Väter und Mütter anzubieten. Gleichzeitig liegt es aber auch an einer mangelnden Kommunikation der bestehenden Hilfsnetze, die in unserem Sozialstaat umfänglich eintreten, um Beruf und Familie miteinander verbinden zu können. Dieses Informieren muss beispielsweise an denjenigen Orten geschehen, an denen sich Frauen beraten lassen müssen, wenn sie in Erwägung ziehen, ihr Ungeborenes abtreiben zu wollen.

Dass wir noch immer eine relativ hürdenlose Möglichkeit bieten, eine Schwangerschaft abzubrechen, auch diese Tatsache trägt dazu bei, dass wir mit Blick auf die Geburtenrate nicht aus dem Quark kommen. Es ist die völlig falsche Botschaft in diesen Tagen, an § 218 StGB rütteln zu wollen. Wir haben in der Bundesrepublik einen mühsam erarbeiteten Kompromiss gefunden, der in einem Rechtsstaat notwendig ist, um die verschiedenen Interessen miteinander abzuwägen. Da ist es auf der einen Seite das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper, andererseits aber auch der Anspruch auf Leben des Heranwachsenden. Wir müssen einer zivilisierten Gemeinschaft abverlangen können, dass sie sich bereits vor dem Geschlechtsverkehr Gedanken darüber macht, ob sie zu Familie und Elternschaft bereit ist. In einem sexualisierten Umfeld wird immer häufiger allein den Begierden, Verlangen und Sehnsüchten nachgegeben, die vor einem One-Night-Stand nicht darüber nachdenken lassen, welche Konsequenz der Beischlaf hat.

Ich gehe nicht davon aus, dass der Biologie-Unterricht bei uns derart versagt hat, dass die Physiologie des Schwangerwerdens unzureichend vermittelt wird. Und auch die Aufklärung über die Vielfalt der Verhütungsmittel sollte eigentlich bei jedem jungen Menschen angekommen sein. Es entspricht einer einseitigen Würdigung der Belange der Frau, wenn von Seiten des Feminismus in einer rhetorisch unerträglichen Weise vom „Wegmachen eines Zellklumpens“ gesprochen wird. Stattdessen wird der Weg zu einer neuen Existenz, zu einem Erblicken des Lichts der Welt unterbunden. Und nicht selten haben Abtreibungswillige nach dem chirurgischen Eingriff über Jahre und Jahrzehnte Verlustängste und Schamgefühl in sich – was ihnen allerdings in der verpflichtenden Schwangerenkonfliktberatung verschwiegen wird. Entsprechend braucht es diesbezüglich eine Reform zu mehr Ergebnisoffenheit, Deutlichkeit und Klarheit in der Unterredung. Im Augenblick kann man den Eindruck gewinnen, dass die zuständigen Stellen nicht selten pro Abtreibung argumentieren – und manipulieren. Und blickt man auf die bloßen Zahlen, so ist das Resultat für unsere Nation ein massiver Rückschlag. Denn es wäre von erheblicher Bedeutung für das demografische Fundament und das Selbstbewusstsein unserer Sozietät, würden all die Babys ausgetragen, welche mittlerweile vorzeitig durch einen induzierten Abort vom Leben abgehalten werden.

074f9e51657547e593d5406c9f6edd0d

Entdecke mehr von Journalistenwatch

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen