Ramelow hetzt gegen freundliche Polizistin bei Kassel-Demo

Foto: Bodo Ramelow (über dts Nachrichtenagentur)

Wer hätte sich das je träumen lassen: Ausgerechnet eingefleischte Linke, Antifa-Sympathisanten und Spitzenpolitiker einer Partei, die sich teilweise als politischer Arm einer linksextremen Guerilla in Deutschlands Großstädten versteht, rufen nach hartem Durchgreifen der Polizei. „Immer feste druff“ gegen Querdenker, gegen Corona-Maßnahmenkritiker und als „Faschisten“ diffamierte Grundrechtsdemonstranten – so wünscht sich das auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Klar, dass den Anhängern des autoritären Corona-Regimes da Polizisten gar nicht in den Kram passen, die sich eher der Verfassung als einer skrupellosen, virus-paranoiden Clique von Machtpolitikern verpflichtet fühlen und gegenüber einzelnen Demonstrationsteilnehmer Gesten des Verständnisses, Mitgefühls oder gar Solidarität an den Tag legen – was für sich betrachtet schon einiges an Courage bedeutet. Doch zum Glück gibt es auch unter den Polizisten noch welche, die sich als echte Staatsbürger in Uniform begreifen, die nicht im Niederknüppeln von Demonstranten unter dem Vorwand eines angeblichen „Gesundheitsschutzes“ ihre Daseinsberechtigung sehen, sondern im Dienst am Bürger und dem Schutz der Grundrechte. Diesen wenigen mit Rückgrat und Mut gebührt höchste Anerkennung.

Alleine schon deshalb, weil sie mit dadurch in Kauf nehmen, einem bitterbösen Shitstorm des selbstgerechten Haltungspöbels ausgesetzt zu werden. Der ließ nach Kassel keine Gelegenheit aus, gegen die „Maskenverweigerer“ und „Faschos“ zu wettern, wie etwa typischerweise hier:

(Screenshot:Twitter)

Angefeindet wurden jedoch nicht nur Polizisten, die den Demonstrationszug sicherten und aus Sicht militanter Linker fiel zu wenig „Schlagstock zeigten“ gegen die verhassten Querdenker. Sondern vor allem auch jene, die zu wenig Distanz gegenüber den Coronademonstranten zeigten oder gar mit diesen zu fraternisieren schienen. In diesem Fall ist sowas eine Todsünde – ganz anders etwa, als wenn bei „Black Lives Matter“-Krawallumzügen Polizisten unterwürfig vor einem Schwarzen in die Knie sinken.

Gegen diese scheinbar querdenkeraffinen Beamten richtete sich auch Bodo Ramelows entlarvender, auf Twitter wohlinszenierter Zorn. Von einem Ministerpräsidenten sollte man eigentlich erwarten, dass er sich schützend vor die Polizei stellt (auch wenn es sich nicht um Angehörige seiner eigenen Landespolizei handelt), statt zusätzlich noch Öl ins Feuer zu gießen und jene, die sich einfach nur anständig und freundlich gegenüber friedlichen Protestlern verhalten, zum Abschuss freizugeben. Von einer peinlichen und charakterfreien Figur wie Ramelow ist dies aber anscheinend zu viel verlangt:

(Screenshot:Twitter)

In übler Blockwartmentalität („… die AHA Regeln missachtet„) schwärzt Ramelow hier nicht nur eine friedliche, dem äußeren Anschein nach alles andere als gewalttätige oder rücksichtslose Demonstrantin übel an, sondern findet es also „verstörend„, wenn sich eine junge Polizistin mit einem Herz-Zeichen für Menschlichkeit einsetzt und mit dieser unverfänglichen Geste ihre Sympathie mit den Demonstrationszielen („für Freiheit und Grundrechte„) ausdrückt. Allerdings auch wieder keine wirkliche Überraschung – für einen Spitzenrepräsentanten der Mauerschützen-Nachfolgepartei, in deren Reihen es Applaus für den Vorschlag gibt, 800.000 „reiche“ Bundesbürger zu erschießen und schon historisch nichts für Bürger übrig hat, die auf die Straße gehen… (DM)