Nur noch krank: Söder verhöhnt in die Pleite getriebene Gastronomen

Ein echt uriger Witzbold, der Markus! (Foto:Imago/Minkoff)

Zuerst ganze Wirtschaftszweige durch eine unverantwortliche und unverhältnismäßige Lockdown-Politik in die Knie zwingen bzw. in den Ruin treiben – und dann noch auf ihren Trümmern tanzen: So etwas bringt wohl nur „Södolf“ Söder fertig. Mit einem von Zynismus nur so strotzenden Facebook-Post machte sich der bayerische Ministerpräsident gestern über die Gastronomie lustig – und beleidigte damit unzählige Wirte, Hoteliers und übrigens auch Einzelhändler, die unter den wahnwitzigen Corona-Maßnahmen leiden. 

Am Wetter kann es nicht gelegen haben, dass sich in der Nürnberger Außengastronomie, wo Söder für seinen „geistreichen“ Post posierte, außer ihm niemand eingefunden hatte – denn landauf, landab waren die letzten zwei Wochen überall da, wo dank abgestürzter Inzidenzen die „Bundesnotbremse“ (zumindest vorübergehend) außer Kraft gesetzt wurde, die Menschen ganz wild darauf gewesen, einzukehren – und das sogar trotz Kälte und Niederschlag. Aber offenbar nicht da, wo Söder sich niederpflanzt:

(Screenshot:Facebook)

Nach acht Monaten Dauerschließung scheint die Mangelerfahrung in tiefe „Dankbarkeit“ umzuschlagen, überhaupt wieder einmal ein Bier genießen zu dürfen. Apropos „genießen“: Die schikanösen Hürden, die dafür Voraussetzung sind und die das bereits erreichte Ausmaß der künftigen Gesundheitsdiktatur abbilden, werden von Wirten und ihren Gästen ganz im Sinne der Coronazi-Politik selbst bagatellisiert, wie dieser Netzfund der Tafel einer deutschen Außengastronomie zeigt:

(Screenshot:Facebook)

Doch zurück zu Södolf. In seiner Nähe verzichten Gäste offenbar gerne auf die Gelegenheit zum Kneipenbesuch – anders jedenfalls kann man das Bild zu seinem Posten nicht interpretieren; der Text darüber spricht dafür Bände. Der Gebrauch des Wörtchens „frei“ kommt hier vielleicht nicht ganz, aber annähernd heran an den perversen Zynismus vergangener deutscher Regimes. Auch wenn es sich von der moralischen Abgründigkeit natürlich nicht vergleichen lässt – aber ob am Ende „Arbeit“ „frei“ macht, die im Lager zu verrichten ist, oder ob Sitzplätze auf der Außenterrasse von Gaststätten „frei“ sind, deren Betreiber durch eine autoritäre Willkürpolitik an den Rand ihrer Existenz gebracht wurden: das ist dann nur noch ein gradueller Unterschied. (DM)