Höchst brisant: Das Volk als Missbrauchsopfer

Nicole Höchst vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Die Beziehung der Regierung zum Staatsvolk ist längst eine toxische / von Nicole Höchst

Was, wenn es unsere Regierung so gut mit uns meint, so wie der Dominante, der seine Opfer in einer toxischen Abhängigkeit hält? Missbrauch muss nicht immer mit körperlicher Gewalt zu tun haben; er kann subtil, schleichend geschehen. Nachhaltige Verletzungen entstehen aber auch durch psychische Gewalt. Vor vielen Jahren beschäftigte ich mich mit Missbrauch und stieß bei meinen Recherchen auf die Arbeit von Corinna Strassner aus Rosenheim, die zu eben diesem Thema arbeitete. An die gelungene Aufarbeitung dieses Themas fühlte ich mich jüngst erinnert, als ich für mich die Schritte und die Folgen des Regierungshandelns aufschreiben wollte. Mir wurde, als ich über das Treiben der politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern sinnierte, bald schon die weltweite Relevanz des Themas bewusst.

Der Weckruf für mich waren schließlich meine Bemühungen, die Chronologie der sinnlosen, widersprüchlichen und schädlichen Corona-Maßnahmen zu protokollieren: Ich nenne nur Masken, Abstandsregeln, Tests, Inzidenzwerte. Missbrauchstäter ergötzen sich fast immer daran, ihren Opfern schwer erfüllbare, sinnlose, widersprüchliche und schädliche Regeln aufzuerlegen und sie so in einem Zustand permanenter Unsicherheit und Abhängigkeit zu halten. Sie genießen es, wenn die Opfer solche Regeln fernab von Logik und Wirksamkeit gar nicht alle konsequent und erfolgsgekrönt erfüllen können. Sie feiern sich dafür, ihre Opfer hart zu bestrafen. Die Beispiele dafür sind in der Pandemie Legion. Hier eines aus Düsseldorf, das der „Spiegel“ dokumentiert hat: „‚Die Politik muss schon aufpassen, dass man den sozialen Frieden nicht zerstört‘, sagt Thomas, 43. Er ist aus Wuppertal nach Düsseldorf gereist. Vom Verweilverbot wusste er nichts. ‚Die Leute fahren Bus und Bahn, gehen einkaufen, Grundschüler werden in geschlossenen Räumen unterrichtet, aber Menschen, die einfach mal etwas frische Luft schnappen wollen, werden gejagt. Wer soll das noch verstehen?‘ Er zeigt rüber auf die Wiesen auf der anderen Rheinseite. ‚Da gehe ich jetzt hin. Da kontrolliert niemand.‘

Regelbefolgung als Selbstzweck

Natürlich hat sich die Situation inzwischen längst geändert, sonst könnte der Bürger ja wieder autark und autonom „richtiges Verhalten“ zeigen; so aber kann er ständig weiter gegängelt werden, die Unsicherheit bleibt. Ich denke, wirklich jedem ist aufgefallen, mit welcher Härte man gegen Coronamaßnahmenkritiker und Freiheitsliebende durchgriff, wenn sie sich erlaubten, für ihre Überzeugungen auf die Straße zu gehen. Besonders sogenannte „robuste Einsätze“ gegen herausragende „Staatsfeinde“ wie Seniorinnen oder Rollstuhlfahrer bleiben in trauriger Erinnerung. Und wir alle wissen, dass es durchaus auch geduldete Kundgebungen sowie sogenannte erlebnisorientierte Events  gibt, bei denen sich die Polizei dann eher weniger robust bis „deeskalierend“ einbringt. Die mit Polizeigewalt bedachten Menschen treten ein für Freiheit und Grundgesetz – die anderen für Anarchie und ihre bloße Lust an Dominanz und Zerstörung. Wie kann das sein?

Höchstvermutlich hat es viel damit zu tun, dass der dominante Part in der Beziehung zwischen Regierung und Staatsvolk schon lange nicht mehr das Staatsvolk ist. Das Machtverhältnis hat sich merklich umgekehrt: Nicht mehr der Bürger ist der Souverän, nein; nach vielen Jahren des Untertanseins ist ihm die irrige Annahme, er hätte irgendetwas zu melden, deutlich ausgetrieben worden. Und derzeit geht er gerade nahtlos, überwiegend bereitwillig, in die Rolle des rechtlosen Sklaven über. Und so verteilen die nunmehr dominanten Regierungen ihre Gunst nach Belieben, offensichtlich auch ohne Angst vor dem Wähler, der sie ohne nicht abstrafen will… oder kann? Wie sich die Bundesregierung die Polizeieinsätze gegen Freiheitsliebende wünscht, führte kürzlich Bundesjustizministerin Christine Lambrecht aus: Menschen, die gegen Coronamaßnahmen sind, sich nicht testen oder gar impfen lassen wollen, werden da als „Gefährder„, „Verschwörungstheoretiker„, „Schwurbler“ usw. etikettiert –  und, wo immer möglich, nach allen Regeln der Kunst fertiggemacht. Job weg, Leben weg, Ruf weg, Bankkonto weg, Webseite weg. Weg, weg, weg.

Wie weit ist der Tag noch entfernt, an dem beschlossen wird, „Gefährder“ in Lager zu verbringen? Damit sie die geimpfte (und damit an sich eigentlich doch sichere) Allgemeinheit nicht mehr gefährden können? Vor dem Hintergrund derartiger Überlegungen erscheint die Impfung eigentlich wie eine völlig sinnlose Maßnahme – wie so viele andere. Doch anders als durch diese Kampagne bei gleichzeitiger Ausgrenzung der „Gefährder“ wird man wohl das noch immer nicht ausgerottete Freiheits- und Selbstdenkervirus wohl nicht loswerden. Mancher wird denken, ich übertreibe – doch sind Gedanken an Lager oder diktatorische Maßnahmen gegen angebliche „Gesundheitsgefährdend“ wirklich so unwahrscheinlich, bei diesem anhaltend toxischen Missbrauchsverhältnis zwischen Regierung und Bürgern?

Macht und Ohnmacht

Die Regierungen in Bund, Ländern und dem Rest der Welt sind mächtig, die Bürger ohnmächtig, rechtlos, ahnungslos, wehrlos. Die Herrschenden wissen alles besser. Maßnahmen und Anordnungen dürfen am besten gar nicht mehr hinterfragt werden.“Diese Regeln werden wir noch monatelang einhalten müssen“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler früh in der Pandemie über die Maßnahmen: „Die müssen also der Standard sein. Die dürfen nie hinterfragt werden. Das sollten wir einfach so tun. Und zwar alle 83 Millionen Bundesbürger.“ Wer sich nun fragt, warum inkohärente, widersprüchliche und unlogische Regeln dennoch ohne zu klagen und zu fragen befolgt werden: Es hat nicht nur mit der Umkehrung der Herrschaftsverhältnisse in dieser Coronademokratie zu tun, nichts mit Moralität und Gemeinschaftssinn – sondern auch viel mit unserem menschlichen Gehirn:

Der Würzburger Psychologe Roland Pfister erklärte in der „Mainpost“ dessen ureigentliche Funktionen und deren Bedeutung in der Corona-Krise: „Es geht hier um das Bauprinzip unseres Gehirns, unseres kognitiven Systems. Unser Gehirn verinnerlicht Regeln. Wenn wir in eine Situation kommen, in der eine Regel gilt, wird sie abgerufen – zunächst einmal unabhängig von weitergehenden Überlegungen.“ Pfister räumt auch ein, dass man auf dem Gebiet „Die Maschine Hirn“ noch längst nicht ausgeforscht hat – doch er berichtet von seinem Experiment, welches die schräge Erkenntnis zu Tage gefördert hat, dass es dem Gehirn quasi egal ist, ob eine Regel sinnvoll ist oder nicht: „Wir haben noch keine wirklichen Antworten, da sind wir noch nicht weit genug in unserem Forschungsprogramm. Aber wir haben immer wieder Experimente gemacht, bei denen die Regeln keinen erkennbaren Sinn, keinen Nutzen hatten. Trotzdem wurden sie verinnerlicht und immerwieder abgerufen. Das würde die Vorhersage erlauben, dass mein Gehirn auch Regeln einhalten will, die ich selbst für Unsinn halte.

Holla die Waldfee! Was Hirnforscher und Psychologen wissen, das weiß natürlich auch die herrschende Kaste weltweit und schon seit Langem. Interessant ist hierbei, um wieviel eher Gebote befolgt werden als Verbote. Das Nichtwissen darüber offenbart sich ganz praktisch etwa beim verbotslastigen Wahlprogramm der Grünen: Frau Merkel hat das viel früher verstanden und ist sogar noch einen Schritt weiter gegangen, als sie sich von dem Gedanken leiten ließ, erwünschtes Verhalten nicht zu gebieten, sondern durch Nudging und Framing zu induzieren. Die beiden letzteren Phänomene sind insbesondere deshalb interessant, weil sie auch im Missbrauchsverhältnis, welches unsere Regierung ihren Untertanen gegenüber so formvollendet aufgebaut hat, eine große Rolle spielt: Einzelne, prominente Kritiker werden zu verrückten Schwurblern oder Schlimmerem erklärt. Man selbst muss den Eindruck gewinnen, dass es angeblich niemanden gibt, der diese abweichende Meinung teilt. Die staatliche Erziehungspresse beeilt sich, durch einseitige, belehrende und zum Teil Existenzen vernichtende Berichterstattung, diesen Eindruck zu verstärken.

Staatlich gewollte Existenzvernichtung 

Jüngstes Beispiel für totalitäre Herrschaftsanwandlungen der Staatspropagandapresse: Gegen den erklärten Willen der Bevölkerung, die weit überhälftig die deutsche Sprache nicht „gegendert“ sehen möchte, schließen sich alle Pressagenturen zusammen, um zu beschließen, den Lesern zukünftig in allen Kanälen die gegenderte Minderwertigkeitsversion des Deutschen in den Kopf zu zwingen. Ein unfassbarer Vorgang, der zeigt, welche Macht sich diese Organe der vormalig vierten Gewalt dem Bürger gegenüber anmaßen. Denn auch so funktioniert unser Gehirn: Es lernt am besten durch die vielen unreflektiert erlebten Wiederholungen, frei nach dem Solgan: „Geht ins Ohr, bleibt im Kopf„.

Ideologische Umerziehung ist allenthalben. Mündige Bürger werden zur aussterbenden Spezies: Eingehegt, eingelullt, ausgegrenzt/vereinzelt und etikettiert. Auch in Missbrauchs-Beziehungen gehört ebendiese Taktik zur Isolation der Opfer zum festen Verhaltensrepertoire. Isolation führt zu fehlender Selbstwirksamkeitserlebung, verzerrter Selbstwahrnehmung und größtmöglicher Unsicherheit. Die Täter reden ihren Opfern ein, dass sie einen Makel an sich hättem; im ideologischen Debattenraum bedeutet dies dann: dass sie außerhalb des wissenschaftlichen Konsens stünden, verrückt, dumm oder Nazi seien. Wem hier die Ähnlichkeiten zur derzeitigen Situation in Deutschland nicht auffallen, dem ist nicht mehr zu helfen! Es ist doch mehr als deutlich, dass nur noch die Regierungsmeinung sozial erwünscht und somit – im Sinne von unbedenklicher Sanktionsfreiheit für den, der sie äußert – erlaubt ist.

Das gilt übrigens auch für den Kontext der Klimahysterie, wo alle, die sich außerhalb des ideologisch festgelegten „wissenschaftlichen Konsens“ bewegen, als verrückt, gestört, krank, oder zumindest nicht ernstzunehmen gelten. Dies ist eine äußerst bedenkliche Entwicklung –  denn sie bedeutet, dass auch in anderen Themenfeldern der Weg bereitet wird, Abweichler entweder als „Gefährder“ oder als „Verrückte“ wegzusperren – zunächst symbolisch und irgendwann dann real. Bitte nehmen sie diesen Anfall von kassandrischem Zukunftsausblick sehr ernst, denn entsprechende Sachverhalte und Gedankenspiele werden ganz offen so kommuniziert und über die Presse – zur Abschreckung? – verbreitet. Die Berichterstattung darüber häuft sich in er Tat, dass Maßnahmengegner geisteskrank seien; vereinzelt wurde bereits ihre die Psychiatrisierung gefordert – und sogar umgesetzt (siehe hier oder hier).

Schwarze Massenpsychologie

Und in der Corona-Krise läuft es nicht anders. Das Beschimpfen aller Maßnahmenkritiker und Fachleute wie Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher –  es hat schon früh in der Pandemie begonnen. Für das Framing wurden Begriffe gewählt, die faktisch unzutreffend sind wie z.B. den berüchtigten „Corona-Leugner“. Jeder assoziiert damit unbewusst Menschenverachtung und „Holocaust-Leugner“. Die gewollte Dämonisierung und Entmenschlichung der Kritiker ist Programm und fördert den Hass der gesamtgesellschaftlichen Schafherde, die willig Staatsmedien konsumiert und sich einreden lässt, dass der Staat der freundschaftliche Hüter dieser Herde sei, der am besten weiß, was für die Herde gut ist. Ich kann nur, aus der instruierten Perspektive, betonen: Der Staat ist nicht unser Freund! Dieser Staat hat es vollbracht, seine Bürger in eine Missbrauchssituation zu lavieren. Ich bitte dringend, sich mit derForschung diesbezüglich auseinander zusetzen. Die Lektüre von Gustave Le Bons „Psychologie der Massen“ schadet sicher auch nicht.

Quelle: Anja Corinna Strassner, Psychotherapie / Layout:www.stconcept.de

Deswegen: Schluss mit dem staatlichen Missbrauch! Wer Sehnsucht nach Normalität hat und einfach frei leben möchte, hat im September bei der Bundestagswahl die Wahl zwischen den am Missbrauch beteiligten Parteien der Einheitsfront – und der Alternative für Deutschland. Wir wollen freie, eigenverantwortliche, mündige Bürger sein; keine Untertanen oder angstvolle Sklaven. Kassandra sagt, dass es sich hierbei um die letzten freien Wahlen in Deutschland, so wie wir es kennen, handeln könnte.

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und zog 2017 über die Landesliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach) in den 19. deutschen Bundestag ein. Dort ist sie unter anderem als Obfrau der Enquete-Kommission für Berufliche Bildung, als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss für Bürgerliches Engagement tätig. Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist Schatzmeisterin des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.