Klein-Luisa und der Butterfly-Effekt des Schwachsinns

Luisa Neubauer im Panikrausch (Foto:Imago/Scheffen)

Ein hübsches Köpfchen hat sie vielleicht, doch die hellste ist sie anscheinend nicht: Was sich Klein-Luisa Neubauer und ihre Klima-Rasselbande von „Fridays for Future“ an kruden Scheinkorrelationen zusammenreimen und zur Rechtfertigung ihrer Deindustrialisierungsphantasien vorbringen, ist inzwischen nicht nur hochgradig lächerlich – sondern unfreiwillig komisch.

Weil in Leipzig Klimaaktivisten in Gewahrsam genommen werden, wird es in den USA heiß? Mit dieser bestechenden Logik twitterte sich „Langstrecken-Luisa“ am Wochenende jedenfalls in die Herzen ihrer präpotenten Anhängerschaft:

(Screenshot:Twitter)

Nicht einmal mit der Chaostheorie, nach der der Flügelschlag eines Schmetterlings in Südamerika in Ostasien einen Taifun auslösen kann, wäre diese hirnrissige „Kausalität“ zu begründen – und wenn CO2-Emissionen einen Einfluss auf das Kontinentalklima in Nordamerika hätten, dann sicher nicht die vom Leipziger Flughafen, sondern eher die der 2.500 chinesischen und indischen Kohlekraftwerke (und der 600 weiteren dort im Bau befindlichen) – von der zunehmenden Karbonisierung des afrikanischen Energiesektors ganz zu schweigen.

Dass es im Sommer zuweilen unerträglich heiß wird und im Winter arschkalt (mit entsprechenden Schwankungen), das wurde bis vor wenigen Jahren selbst von Kleinkindern als natürlichste Selbstverständlichkeit verstanden. Erst mit der wahnhaften CO2-Vermeidungs-Ersatzreligion, fiktiven Klimazielen und lustvoll ausgeschmückten kataklysmischen Zukunftsszenarien setzte die nachhaltige Wahrnehmungsstörung ein, streitbare „Klimamodelle“ auf das aktuelle Wettergeschehen herunterzubrechen.

Das immer Dagewesene als Weltuntergang

Fortan wurde jede Hitzewelle, jede regenfreie Periode, jeder zu nasse Winter und jede Sturmfront zum untrüglichen Beweis für menschgemachte Erderwärmung. Früher hat es, so die Überzeugung dieser Klimajünger, schlichtweg überhaupt kein Wetter gegeben.

Anfang Juli hatte sich Oliver Krischer ähnlich infantil eingelassen, als er NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet allen Ernstes die Schuld an kanadischen Hitzetoten gab, weil die von ihm vertretene Politik den Klimawandel beschleunigen würde. Bei Krischer (der letzte Woche das zusammenkopierte „Buch“ von Annalena Baerbock im ZDF peinlich zu verteidigen versuchte) mag es womöglich an den geistigen Voraussetzungen fehlen, in seinem Alter sind Hopfen und Malz verloren. Bei Neubauers Klimajugend jedoch, die mit unterkomplexen Versimpelungen radikale politische Forderungen legitimieren will, besteht wenigstens noch die vage Hoffnung, das Ausmaß der eigenen Verirrungen noch zu Lebzeiten zu begreifen. (DM)