Australien im Covid-Wahn: Behörden lassen Tierheim-Hunde erschießen

Kein Erbarmen mit hilflosen Tieren: Coronazis in Australien (Foto:Imago/Schneider)

Damit im Lockdown verharrende Tierschützer gar nicht erst in Versuchung kommen, die von ihnen geretteten oder betreuten vierbeinigen Schützlinge im Dog Rescue Shelter zu besuchen und unter Bruch der massiven Isolationsauflagen ihre Wohnungen verlassen, ließ der Stadtrat im australischen Cobar (New South Wales) mehrere Hunde töten. Wie verschiedene australische Medien unter Berufung auf das Office of Local Government berichten, wurden dort 15 Tiere – einschließlich Welpen – erbarmungslos getötet.

Dem Bericht zufolge hatten die Freiwilligen des Tierheims in den letzten 16 Monaten zwar für alle erdenklichen Corona-Schutzmaßnahmen im Umgang mit den geretteten Tieren gesorgt, so eine ehrenamtliche Helferin, eine junge Mutter. Für die Betreuung der Tiere die Lockdown-Quarantäne zu verlassen, sei völlig unbedenklich gewesen. Doch die Behörden wollten auf Nummer sicher gehen und den Anlass für Besuche eliminieren: Die Tiere selbst.

Doch im Zero-Covid-Alptraumregime Australien kennt man offenbar kein Erbarmen, vor allem nicht im bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South Wales. Dort wurden die Ausgangssperren vor zwei Wochen erst massiv verschärft: Das Militär ist sogar gegen die eigene Bevölkerung im Einsatz. Im Nachbarstaat Victoria hatte der dortige Premierminister Daniel Andrews gar gedroht, Soldaten würden „von Haustür zu Haustür“ gehen, um die Covid-Beschränkungen und etwaige Zwangstests durchzusetzen.

Tierschützer sind außer sich über die Erschießungsaktion. „Wir sind zutiefst erschüttert und völlig entsetzt über diesen gefühllosen Hundemord und weisen die inakzeptablen Rechtfertigungen des Rates, die Tötung sei unverzichtbarer Bestandtei eines Covid-Notfallsplans, rundum zurück“, so Lisa Ryan, die regionale Kampagnenmanagerin von „Animal Liberation“. Andere Tierschutzorganisationen äußerten sich weltweit ähnlich. (DM)

 

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