Höchst brisant: Deutschland auf dem Weg ins geschichtliche Nirvana

Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Auf allen Ebenen verliert Deutschland an Bedeutung. Die kommende Ampel-Regierung stellt sicher, dass der Trend sich fortgesetzt / von Nicole Höchst

Quotiert, bekifft und schön bunt: Schlagzeilen wie die nachfolgenden machte Deutschland unter der Ägide der Kanzlerin Merkel viele. „Deutschland rutscht bei Wettbewerbsfähigkeit ab
Lahmes Internet und hohe Abgaben auf Löhne: Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit geht laut einem Ranking im internationalen Vergleich zurück„, schrieb der diesbezüglich sicherlich unverdächtige Spiegel, der auch dies schrieb: „Bei der inneren Sicherheit rutschte Deutschland 2017 gleich um 31 Plätze ab Bei dem Sicherheitsranking geht es unter anderem um die Verlässlichkeit von Polizei, um Tötungsdelikte und die Kosten, die Kriminalität und Gewalt verursachen. Und auch um Terrorismus.“

Hier ist zur Abwechslung auch mal eine gute Nachricht: Deutschland ist im Ranking der friedlichsten Länder im Jahre 2021 unter den ersten zwanzig. Doch gleich kommt die schlechte hinterher: Deutschland belegt darunter den siebzehnten Platz. Und ebenfalls 2021 rutscht Deutschland im Länderindex der Familienunternehmen deutlich ab: „Wir fallen im internationalen Standortwettbewerb immer weiter zurück. Im aktuellen Standortvergleich von 21 Industrienationen ist Deutschland im Vergleich zu 2018 um drei Plätze auf Rang 17 abgerutscht. Deutschland erreicht die schlechteste Position in der Geschichte des ‚Länderindex Familienunternehmen‘. Auf den Spitzenplätzen liegen die USA, Großbritannien und die Niederlande.

Auch im Digitalranking 2020 rutschte Deutschland massiv ab, wie auch bei den Nationenmarken, wo es als einstiger Spitzenreiter im Ranking 2021 gerade noch Platz fünf einnahm. „Schuld“ daran sind laut den Studienverfassern in diesem Fall (wie auch bei anderen Erhebungen) übrigens die Deutschen selbst – weil sie ihre Regierung im Wahljahr in allen Bereichen schlechter bewertet haben. Ich kann es kaum glauben: Wenn wir einfach alles top bewertet hätten, lägen wir wohl immer noch auf Platz eins – weil es hier nur um die subjektive Wahrnehmung und Bewertung, nicht hingegen um beinharte Fakten geht? „Ich mach mir die Welt, widiwidiwie sie mir gefällt“?

Gnadenloser Klasseverlust

Doch auch da, wo Studien nachvollziehbare und „harte“ Kriterien zugrundelegen, verliert Deutschland mittlerweile gnadenlos an Klasse. So schmieren deutsche Metropolen etwa in der Rangliste der lebenswertesten Städte rasant ab. Und eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young zeigt, dass sich unter den 100 wertvollsten Börsenunternehmen der Welt kaum noch deutsche Firmen finden lassen. Während besonders Techkonzerne aus den USA und China im globalen Ranking dominieren, hat Deutschland mit seinen traditionellen Industriefirmen in den letzten Jahren weiter an Bedeutung verloren.

Auch in der Rangliste der gesündesten Länder der Welt 2019 sind wir nicht wirklich vorne mit dabei: Gleich fünf andere europäische Länder belegten 2019 Plätze unter den Top 10. Für Deutschland ist definitiv viel Luft nach oben: Wir schafften es auf nur Platz 23. Ein schwacher Trost, dass auch die beiden größten Wirtschaftsnationen USA und China nicht zu den Besten gehören.

Und auch diese Schlagzeile darf nicht fehlen: „Rente: Deutschland schneidet im Vergleich sehr schlecht ab„. Darunter steht zu lesen: „In einer Studie zur Rente zeigt sich deutlich: Island hat das beste System… Aufschluss darüber gibt der neuste Global Pension Index (GPI). Seit nunmehr 13 Jahren erscheint das Ranking der weltweit besten Rentensysteme. 2021 heißen die besten Island (84,2), Niederlande (82,6 Punkte) und Dänemark (82 Punkte). Deutschland erreicht Platz 14 mit 67,9 Punkten. 3 Plätze schlechter als 2020.

Immerhin im Fußball ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar: Die deutsche Nationalmannschaft steht in der Weltrangliste vor der Rückkehr unter die Top 10. Auch bei den Nobelpreisen könnten erfreuliche Veränderungen eintreten. “Nobelpreise gelten, ähnlich wie Olympiamedaillen, als eine Messlatte, an der Nationen ihre Stärke vergleichen. Deutschland war dabei einst, gemessen in Nobelpreisen pro Einwohner, weltweiter Spitzenreiter – Anfang des 20. Jahrhunderts. Doch seit den 40er-Jahren sind die USA unangefochten vorn. Scharenweise wanderten Forscher nach Stanford oder Boston, machten einen Bogen um Deutschland„, schreibt die „Wirtschaftswoche„, und erkennt an:
Gerade in den naturwissenschaftlichen Kategorien gingen in jüngerer Vergangenheit Nobelpreise nach Deutschland.

Nicht wollen und nichts tun

Spitzenreiter hingegen ist Deutschland unangefochten beim Strompreis. Und auch bei der Mieterquote – also dem Anteil der Bevölkerung, der in fremden Eigentum wohnt (das kann man sich natürlich auch schönreden, wie es beispielsweise hier geschieht).
Fakt ist: Deutsche wollen gar nicht im Wohneigentum leben, und wenn sie es wollen, tun sie es einfach nicht.

Und natürlich ist Deutschland auch unangefochtener EU-Spitzenreiter bei den Asylanträgen: 36 Prozent der Antragsteller in Deutschland sind laut EU-Situationsbericht Syrer, gefolgt von Afghanen (18 Prozent) und Irakern (6,6 Prozent).Bericht: Deutschland ist EU-Spitzenreiter bei Asylanträgen. Außerdem sind wir mit großer Sicherheit Weltmeister im Finanzieren von zivilgesellschaftlichem, schulischem und generellem “Kampf gegen Rechts”, der in Wahrheit ein Kampf gegen alles Nichtlinke ist (inklusive der parlamentarischen nichtlinken Opposition).

Haben all diese ernüchternden Schlagzeilen, die Ranking-Ergebnisse irgendwann je dazu geführt, dass die Deutschen innehielten und reflektierten, dass sie die Verursacher des schleichenden und bisweilen galoppierenden Abstiegs abwählten? Aber nicht doch. Im Gegenteil: Man wählte im Großen und Ganzen ein „Weiter so“.

Warum ich diese Fakten, Rankings und Berichte hier in epischer Breite aufzähle? Ganz einfach: ich möchte den geneigten Leser sensibilisieren für den Zustand Deutschlands, und das nicht ohne Grund zu einem Zeitpunkt, da die „segenbringende“ Ampelkoalition mit ihrem nach bekiffter Prosa klingendem Koalitionspapier im Begriff ist das Ruder zu übernehmen. Birgit Kelle fasste die Ampelbemühungen in einem Facebook-Eintrag wunderschön sarkastisch-derb zusammen: “Nach Ehe für Alle dank #Ampelkoalition jetzt auch: Kinder für Alle #Embryonenspende,
Kiffen für Alle #Cannabislegalisierung,  Abtreibung für Alle #WerbungFürAbtreibung, Trans für Alle ##Selbstbestimmungsgesetz, Ficken für Alle #GratisPille.

„Und ist es doch Wahnsinn, so hat es doch Methode“ schrieb Shakespeare. Und in der Tat: Das biologische Konzept von Familie, Reproduktion, selbst der juristische Begriff der Mutter wird zum Opfer des Bunten “Anything goes”. In letzter Konsequenz kann alles und jeder heute Mutter oder Vater sein, kann ein Kind beliebig viele Väter und Mütter haben, ist Familie überall dort, wo „Liebe“ ist. Es ist das Zucken einer angeblichen Freiheit, die – jedenfalls perspektivisch – vermutlich bald auch die Legalisierung von Pädophilie, Mehrehe, Nekrophilie, Zoophilie, Inzest und so weiter bringen wird.

Tanz ums Goldene Kalb der Buntheit

Der Tanz um das Goldene Kalb der Buntheit soll vor allem hinwegtäuschen, dass mittels der  Agenda der “Kinderrechte-ins-Grundgesetz”-Bewegung ein Zustand angestrebt wird, in dem Kinder, wer immer sie ge- oder erzeugt, adoptiert oder geboren hat,  letztlich dem Staat gehören und nicht mehr ihrer Familie. Das Konzept von Abstammung, Blutlinie und Ahnen im Zusammenhang mit Familie ist eh „Voll Nahtzie” – und erinnert die Ampelpolitiker vermutlich schon intuitiv an dunkelste völkische Zeiten, wo Familien noch aus Vater, Mutter und Kindern bestanden und sich vor allem von einem eigenen Einkommen ernähren könnten.

Wie kann man seine eigene Familie, seine Mutter, seinen Vater, seine Großeltern derart hassen, dass man dieser der Beliebigkeit zum Fraß vorwirft? Was sind das für Figuren, die uns heute in Grund und Boden regieren? Vermutlich kommt dieser Ungeist aus der gleichen Ecke wie die gestörte, mangelnde oder gänzlich fehlende Verbundenheit zum eigenen Vaterland und zur eigenen Muttersprache, die ihnen ebenfalls zueigen ist.  Jetzt kommen Politiker an den Drücker, die mit Deutschland „noch nie etwas anfangen“ konnten und die die einst von ihnen gutgeheißenen Parolen “Deutschland verrecke“ und “Deutschland, du mieses Stück Scheiße” in ungehindert in regierliches Handeln übertragen können.

Diese Deutschlandabschaffung hat dabei durchaus Methode – schließlich soll Deutschland soll vom souveränen Staat zu einem Bundesstaat der EU transformiert werden: “Die Konferenz zur Zukunft Europas nutzen wir für Reformen. Erforderliche Vertragsänderungen unterstützen wir. Die Konferenz sollte in einen verfassungsgebenden Konvent münden und zur Weiterentwicklung zu einem föderalen europäischen Bundesstaat führen, der dezentral auch nach den Grundsätzen der Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit organisiert ist und die Grundrechtecharta zur Grundlage hat.” So steht es wörtlich auf Seite 131 des Koalitionsvertrag der Ampel.

Böses Erwachen der „Quotenweiber“

Wo bleibt bei alldem eigentlich der Verfassungsschutz? Ist es nicht seine Aufgabe, alle Subjekte und Vereinigungen zu observieren, die Deutschland, seine Verfassung und die freiheitlich-demokratische Grundordnung beseitigen wollen? Gälte dieses Ziel etwas, dann müsste die Haldenwang-Behörde als allererstens die im Werden begriffene Regierung ins Visier nehmen. Strenggenommen auch schon die bisherige…

Ein Wort noch zu den emanzipierten Damen mit ihrer glorreichen Quote für Aufsichtsräte (und andere auch für manche Frauen begehrenswerten Posten und Mandate), welche die “Gleichstellung” so sahnehäublich garnieren soll: Die Ampel wird euch schon noch heimleuchten! All die Wolkenkuckucksheim-Träume dieses Koalitionspapiers sind nämlich darauf aufgebaut, dass ihr arbeiten geht  – am liebsten Vollzeit – und Steuern zahlt. Dafür stellen sie euch dann gnädigerweise auch Wohltaten in Aussicht, die ihr mit eurem Steueraufkommen finanzieren dürft.

Von der früheren Wahlfreiheit, dauerhaft als Hausfrau und Mutter zu Hause zu bleiben, ist nicht, aber auch gar nichts übrig geblieben. Eure Kinder? Fremdbetreut. Eure Eltern? Fremdbetreut. Und eure Gatten – dann bald auch fremdbetreut? Schließlich gibt es in Deutschland inzwischen mehr Prostituierte pro Kopf als in Thailand.

Ihr selbst könnt euch dann beim Therapeuten wiederfinden – dauerbetreut wegen Überlastung, Burnout, Depressionen. Ihr kennt und fühlt euch nicht mehr, von euren Partnern, Kindern und Eltern ganz zu schweigen, vegetiert bindungslos, freudlos, und emotionslos dahin. Wer dann nicht weiß, wo Gott wohnt, landet schnell bei der Seinsfrage. Das steht am Ende der hochgepriesenen Gleichstellung – zumindest für die allermeisten Frauen.

Zwei oder drei von euch werden Aufsichtsratsvorsitzende, und Millionen zu psychisch kranken Arbeitsdrohnen, Lichtjahre entfernt von dem, was euer Körper euch sagt. Das System bürdet euch fortan, genau wie den Männern, maximalen Frondienst bis mindestens zum 67. Lebensjahr auf. Wie die Männer das empfinden, kann ich nicht sagen, ich bin keiner. Doch ihr werdet euch umsehen.

Schlussgedanken der guten Fee

Das ist das, was eure Regierung – bestehend aus schillernden Persönlichkeiten mit teilweisem Hang zur Zwielichtigkeit, zur Inkompetenz zum Deutschlandhass und dem ganz unverhohlenem Drang zu den Futtertrögen der Macht – für euch in Petto hat. Und sie geht dabei noch um einiges weiter als die letzte. Dies sind keine rosigen Aussichten für euch;  nicht mal abseits von Corona.

Ich komme mir derzeit stets ein bißchen vor wie die gute Fee bei Dornröschen, die zwar den Fluch der bösen Fee nicht mehr aufheben, aber wenigstens abmildern kann. Was die jetzt startende Regierung in ihrer Amtszeit an Deutschland und den Deutschen mitsamt der zugezogenen Bevölkerung verbrechen wird, wird in Teilen noch irreversibler sein als die Sünden der Merkel-Ära. Es ist fortan an jedem von uns, der mit den Plänen der Ampel nicht einverstanden ist, sicherzustellen, dass diese Auswirkungen nicht allzu groß und allzu schädlich sein mögen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich wünsche allen eine schöne, besinnliche Adventszeit – im Idealfall im Herzen der Familie. Macht das Licht in euren Krippen an und freut euch am Anblick von Jesus, Maria und Josef. Den Hirten, den Weisen und den Engeln. Wer weiß, wie diese festliche Versinnbildlichen der Weihnachtsgeschichte in 20 Jahren aussehen muss, wenn die rotgrünengelben Gesellschaftsklemptner mit uns fertig sind. Bis zur völligen Unkenntlichkeit durchgegendert, vielfältig, nachhaltig, beliebig und regenbogenfarbig? Aber machen Sie sich keine Sorgen: Der Joint, der sie dann wieder in die schöne neue Welt heimholt, damit sie nicht durchdrehen, ist dann wenigstens legal.

 

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und zog 2017 über die Landesliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach) in den 19. deutschen Bundestag ein. Dort ist sie unter anderem als Obfrau der Enquete-Kommission für Berufliche Bildung, als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss für Bürgerliches Engagement tätig. Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist Schatzmeisterin des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.