Nach massiver Kritik an Corona-Politposse: Novak Djokovic siegt gegen Australien

Novak Djokovic (Bild: shutterstock.com)

Eine politisch motivierte Corona-Posse der Extraklasse: Die Entscheidung, Novak Djokovic trotz eines Visums und der Unterbringung in einem Hotel für Ausreisepflichtige die Einreise in das Land zu verweigern, erklärte ein Gericht nun für nicht rechtens. Serbiens Präsident, wie auch Nigel Farage oder der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Petr Bystron, übten im Vorfeld massive Kritik an diesem Schmierentheater.

Der australische Bundesgerichtshof in Melboure entschied am Montag (Mitternacht deutscher Zeit), dass Novak Djoković nun einreisen darf. Der Jahrhundertspieler kann nun weiter hoffen, beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres teilzunehmen.

Novak Djoković, die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste und Rekordsieger bei den Australian Open, landete am späten Mittwochabend (Ortszeit) in Melbourne, wo er mehrere Stunden lang von australischen Beamten verhört wurde. Schlussendlich erklärte die australische Grenzschutzbehörde sein – aufgrund einer medizinischen Ausnahmegenehmigung eingereichtes – Visum für nichtig, verwehrten ihm die reguläre Einreise und ließ den 34-Jährigen stattdessen in ein Hotel für Ausreisepflichtige bringen. Dort sitzt der Tennisprofi, der am 17. Januar an den Australien Opens teilnehmen soll, seither fest. Der Grund für die skandalösen Maßnahmen: Der Tennisprofi, der sich  in der Vergangenheit kritisch zu den Corona-Maßnahmen äußerte, hat bislang seinen Impfstatus nicht offengelegt.

Djoković Anwälte klagten gegen die Annullierung seines Visums und machten vor dem australischen Gericht geltend, dass der Sportler am 16. Dezember – wie bereits im Juni 2020 – positiv auf Covid-19 getestet wurde. Der Sportler hat demnach zum zweiten Mal eine Covid-Erkrankung überstanden. Der erneute positiven Test habe Djokovic berechtigt, eine medizinische Ausnahme­genehmigung von australischen Regierung im Bundesstaat Victoria zu erwirken. Diese genehmigtem ihm die Teilnahme an den Australian Open in Melbourne.

Präsident Vucic: „Ganz Serbien steht hinter Djokovic“

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic zeigte sich bereits in der vergangenen Woche empört über die Ausweisung Djokovic und versicherte nach einem Telefonat mit dem serbischen Tennisprofi in der Nacht zum Donnerstag auf Instagram: „Ganz Serbien steht hinter ihm“. Die serbischen Behörden werden alle Maßnahmen ergreifen, um die Schikanierung des besten Tennisspielers der Welt binnen kürzester Zeit zu beenden, schrieb Vucic. Djokovics Einreiseverweigerung und anschließende Inhaftierung nannte Serbiens Präsident eine „politische Hexenjagd“.

 

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Nigel Farage: „…Denk doch mal nach, was sie dir eines Tages antun könnten!“

Nigel Farage, früherer Chef der britischen Partei Ukip, sagte Djokovic ebenfalls seine Unterstützung zu und teilte in einem Videostatement mit, mit der Familie des Tennisstars in Verbindung zu stehen. Nach Aussagen von Familienangehörigen sei dem Tennisprofi während seiner Festsetzung sowohl die Brieftasche wie auch sein Handy gestohlen worden. Zudem sei er in ein „heruntergekommenes Hotel“ gesteckt worden, „das eher einem Gefängnis“ gleiche.

Am Freitag twitterte Farage: „Australien ist eine souveräne Nation, die berechtigt ist, ihre Regeln aufzustellen. Was immer wir davon halten mögen. Novak Djokovic hat jedoch das Recht, seine eigenen medizinischen Entscheidungen zu treffen. Farage gab darüber hinaus zu bedenken: „Wenn sie die Nummer eins der Tennisspielerwelt so behandeln können… Denk doch mal nach, was sie dir eines Tages antun könnten!“. Farage stellt des Weiteren die Frage: „Warum ist die Mehrheit bereit, Regierung im Namen der Bekämpfung dieses Virus zu erlauben, uns unsere Freiheiten und Freiheiten zu nehmen?“

Petr Bystron: „Australien senden mit dem Visum-Entzug ein verheerendes Signal“

„Mit dem Entzug des Visums von Novak Djokovic senden die australischen Behörden ein verheerendes Signal in die Welt und wird sowohl dem Turnier wie auch dem ganzen Land einen großen Schaden zufügen. Sie hindern einen gesunden Menschen an der Einreise in ihr Land und verlangen von ihm eine Impfung, deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist. Damit zerstören australische Behörden mit einem Schlag das von „Tourism Australia“ über Jahrzehnte mit zig Millionen Dollar an Werbegeldern aufgebaute Image Australiens als ein Land mit lockerem Lifestyle“, kommentiert der Außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Petr Bystron, den Entzug des Visums und die Ausweisung Djokovic durch australische Behörden.

Petr Bystron (Bild: PB)

Die Internierung des Weltranglistenersten Novak Djokovic in einem Quarantäne-Hotel steht im krassen Gegensatz zu der Kernbotschaft der Marketingkampagne der australischen Tourismus-Behörde, die über Jahre „die sprichwörtliche Aussie-Lässigkeit“ in den Vordergrund der Kommunikation stellte. „Die australischen Grenzbehörden täten gut daran, diese Fehlentscheidung zu revidieren“. (SB)