Während immer mehr Bürger hungern müssen: Bundestagsdiäten steigen um 3,1 Prozent

Die Kluft zwischen den armen Bürgern, die sich keine Wohnung, keine Heizung, nicht mal mehr Lebensmittel leisten können und den fett gefressenen Politikern wird immer größer:

Die Diäten der 736 Bundestagsabgeordneten werden in diesem Jahr voraussichtlich um 3,1 Prozent steigen. Das berichtet die „Bild“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf neue Zahlen zur Nominallohnentwicklung des Statischen Bundesamtes. Danach dürfte der Anstieg um 310,40 Euro auf 10.323,29 Euro pro Monat ausfallen.

Die Diätenerhöhung muss seit einigen Jahren nicht mehr gesondert beschlossen werden. Sie folgt der Nominallohnentwicklung des Vorjahres und tritt automatisch in Kraft, wenn Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) bis Ende März eine entsprechende Mitteilung als Drucksache veröffentlicht.

So einfach ist das. Wäre natürlich toll, wenn auch die Löhne automatisch steigen würden, oder die Gewinne. Zumindest wissen wir jetzt auch, warum der Bundestag immer größer wird.

Man darf gespannt sein, wie lange die Bürger noch ausgesaugt werden können. Irgendwann ist hier auch mal das Geld weg. Die Zeichen mehren sich, das bald der große Hunger kommt:

Brot und Brötchen werden nämlich wegen steigender Energie- und Rohstoffkosten wohl jetzt auch noch teurer. „Rein rechnerisch kommt es zu Mehrbelastungen der Betriebe von durchschnittlich 20 bis 25 Prozent“, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Michael Wippler, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). „Viele Betriebe werden wohl angesichts der Kostenexplosion in gleich mehreren Bereichen ihre Kalkulation anpassen müssen.“

Doch nicht jeder Bäcker werde die Steigerungen in voller Höhe an die Kunden weitergeben, da die Handwerksbäcker im starken Wettbewerb mit den Supermärkten stünden. Grundsätzlich liege die Preishoheit in der Verantwortung jedes Unternehmers. „Das Bäckerhandwerk ist ein sehr energieintensives Handwerk“, sagte der Branchenvertreter.

Allein die Preise für Energie seien um 20 bis 25 Prozent, jene für Rohstoffe wie Weizen um rund 30 Prozent gestiegen. Hinzu komme noch der höhere Mindestlohn, der die Personalkosten künftig um bis zu 22 Prozent in die Höhe treiben werde. Der Mindestlohn von zwölf Euro werde für die Branche ab Oktober zu einer großen Herausforderung.

„Er führt mittelbar zu insgesamt steigenden Personalkosten“, so Wippler. „Das gesamte Lohngefüge gerät ins Wanken.“ Manche Tariflöhne im Bäckerhandwerk lägen in den unteren Lohngruppen nur wenig höher als der Mindestlohn.

Diese müssten wohl angepasst werden, um den Abstand zu ungelernten Kräften zu wahren. „Eine solide Ausbildung muss sich schließlich lohnen“, so Wippler. Der Verbandspräsident wehrt sich dagegen, sich von der Politik die geringere Verwendung von Zucker, Salz und Fett vorschreiben zu lassen.

„Wir als Handwerk sind strikt gegen ein Rezepturdiktat. Gerade unsere traditionellen Rezepturen sind das Besondere unseres Handwerks und diese deutsche Brotkultur muss erhalten bleiben“, sagte Wippler. Die Bäcker orientierten sich am Geschmack der Kunden, der stets im Wandel sei.

„Während in Zeiten des Wirtschaftswunders Süßes und Fettes Ausdruck von Wohlstand waren, steht heute eine bewusste Ernährung im Fokus“, sagte der Bäckerhandwerkspräsident. Wie in allen Handwerksbranchen ist es auch im Bäckerhandwerk schwierig, Auszubildende und Fachkräfte zu finden. „Aktuell sind bundesweit über 2600 Stellen als Bäcker oder Bäckerin unbesetzt“, sagte Wippler.

Die Ursache beim Nachwuchsmangel liege vor allem „im demografischen Wandel und dem Akademisierungswahn. Viele junge Leute wollen noch immer lieber studieren, statt etwas Handfestes zu machen. Und dabei bietet gerade das Bäckerhandwerk viele Zukunftschancen“.

Von der Politik wünscht sich das Bäckerhandwerk weniger Bürokratie. Betriebe müssten von unnötigen Vorschriften entlastet werden, so der Bäckerei-Vertreter und nennt ein Beispiel: „Das Verpackungsgesetz schreibt vor, im Voraus anzumelden, wie viel Pappe, Papier, Glas und Plastik der Betrieb pro Jahr braucht. Am Ende des Jahres muss dann der tatsächliche Verbrauch gemeldet werden. Für kleine Betriebe sind derartige Vorschriften kaum zu leisten.“

Der Mindestlohn sorgt also auch für Preissteigerungen, er wird demnach ganz schnell verbrannt. Solche Sorgen haben die Politiker natürlich nicht. (Mit Material von dts)

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