Urlaubsregion Bahnhof (Foto: Anton Havelaar/Shutterstock)

Zahlen bald Autofahrer kostenlose Tickets für den öffentlichen Nahverkehr?

Berlin – Sozialistische Träume haben in Deutschland zur Zeit Hochkonjunktur: Der Sprecher für nachhaltige Mobilität der Linksfraktion im Bundestag, Bernd Riexinger, kritisiert das Auslaufen des 9-Euro-Tickets und dringt auf einen kostenlosen Nahverkehr. „Unser Konzept dazu liegt auf dem Tisch: Wir wollen Bus und Bahn schrittweise kostenfrei machen“, sagte er am Mittwoch. Dafür solle das 9-Euro-Ticket bis Jahresende verlängert werden, um ein Tarif-Chaos zu verhindern.

„Ab Januar 2023 fordern wir einen einheitlichen Tarif in ganz Deutschland von nicht mehr als einen Euro pro Tag. Das Angebot gilt für Tages-, Monats- und Jahreskarte“, so Riexinger. Schüler, Azubis und Menschen mit Sozialtickets führen kostenfrei.

„Langfristig machen wir den ÖPNV bundesweit und für alle kostenfrei“, so der Ex-Parteichef. „Mobilität wird wieder erheblich teurer – für manche dann nicht mehr bezahlbar“, beklagte er. Während die Preise in allen Lebensbereichen drastisch anstiegen, habe es nun die Regierung „fertiggebracht, eine ihrer wenigen sinnvollen Umsetzungen für die Entlastung von Mensch und Klima ohne Nachfolgeregelung auslaufen zu lassen“, kritisierte der Linken-Politiker.

Wissing habe zwar angekündigt, „dass er Lindners Widerstand brechen konnte, aber auch hier zeichnen sich weitere Unklarheiten ab“, so Riexinger. Die Finanzierung werde teilweise auf die Länder geschoben, Angaben zum Zeitpunkt der Folgeregelungen gebe es nicht und ob diese dann wirklich einen Großteil der Bevölkerung finanziell entlasten, bleibe ebenso offen. „Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmer hat es in einer Marktforschung offengelegt: Das günstigere Ticket entlastet nicht nur, es verlagert auch den Verkehr vom Auto hin zur Schiene und leistet damit einen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen“, argumentierte er.

„Dieser Effekt würde sich noch verstärken, wenn die Menschen die Sicherheit hätten, dass so etwas langfristig gilt.“ Die Ampel habe damit eine große Chance vertan. „In der Sommerpause hatten die Grünen noch unsere Vorschläge aufgegriffen und propagiert, aber passiert ist nichts. Leichtfertig wurden alle Anträge von uns abgelehnt. Es muss jetzt eine schnelle Regelung erfolgen, um die Menschen nachhaltig zu entlasten“, forderte der Linken-Politiker.

Wenn der autofahrende Steuerzahler für diese Billig-Tickets blechen muss, hat das nichts mit Entlastung zu tun. Das ist wie mit dieser GEZ-Folter. Auch die Leute, die sich die Staatspropaganda nicht antun wollen, müssen das bezahlen. Ein linker Vorschlag für die Tonne, der auch verhindert, dass jemand für den öffentlichen Nahverkehr investiert, damit Bus und Bahn wenigstens wieder pünktlich sind und die Klimaanlage funktioniert. (Mit Material von dts)

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