Prominenter Totengräber der CDU: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (Foto:Imago)

Merkels Umerziehung abgeschlossen: Hendrik Wüst leugnet konservative Wurzeln der Union

Identitäts- und Geschichtsvergessenheit ist in diesen Tagen kein Privileg der akademischen Linken und Klitterungskoryphäen mehr. Auch in der Union scheinen politische Amnesie und Cancel-Culture, wenn es um die eigenen Traditionen geht, weitverbreitet. Der woke Revisionismus  inzwischen sogar in der obersten Riege der Partei  angelangt. Dort, wo heute testikelbefreite, aalglatt angepasste Merkel-Jünger, progressiv tickende Karrieristen mit dem falschem (oder bereits „richtigen”?) Parteibuch an der Macht sind – namentlich in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen, wo sie inzwischen regelmäßig ihre grünen Koalitionspartner links zu überholen versuchen -, wird nicht nur die programmatische bürgerliche Restsubstanz der Union abgewickelt, sondern inzwischen sogar das konservative Fundament der Christdemokraten geleugnet.

So will NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst jetzt sogar von den konservativen Wurzeln der CDU nichts mehr wissen. In einem Interview fabuliert der Landesvater des einwohnerstärksten Bundeslandes, in dem die orientalisch-arabisch-afrikanische Bevölkerungssubstitution sowie Islamisierung in rasendem Tempo voranschreiten, „das Konservative” gehöre nicht zum „Markenkern” der CDU und sei es auch nie gewesen, sondern stattdessen „das Christliche“. Wüsts Verständnis von Christentum dürfte dabei allerdings näher beim weltanschaulich-säkularen Aktivistenanspruch etwa der Evangelischen Kirche Deutschlands naheliegen als beim rheinischen Katholizismus – letzterer nämlich war stets Inbegriff des geistigen Konservatismus.

Selbstentleibung der Union

Sprachlos kommentiert „Cicero„: „Ein Blick in die Geschichte der Grundsatzprogramme von Wüsts Partei macht deutlich, wie sehr er mit dieser These danebenliegt. Und damit weite Teile der eigenen Basis verprellt.” Ob es wirklich noch „weite Teile“ dieser Basis gibt, die über solche Einlassung überrascht sind, oder ob nicht längst die meisten jene der Partei den Rücken (in Richtung politische Heimatlosigkeit oder zur Realopposition) gekehrt haben, die den Linksruck und der ideellen Selbstentleibung der Union nicht länger ertragen konnten, sei einmal dahingestellt.

Fakt ist, dass Wüst mit seinem zeitgeisthippen Geplapper der AfD einen Riesengefallen getan haben dürfte – räumt er doch ganz offen ein, dass für politischen Konservatismus in der Union kein Platz mehr ist – womit nur noch die Blauen als bürgerliche Alternative, ja als Vertreter der politischen Mitte in Deutschland übrig geblieben sind. Die Union jedoch verortet Wüst richtigerweise im bunten Einerlei einer rotgrünschwarzpinkgelben Einheitsliste, die sich allenfalls nur noch in Nuancen unterscheidet, aber unisono am großen Ziel des sozialistischen Umverteilungsstaates und der globalistischen, postdemokratischen Elitenherrschaft ideologischer Weltverbesserer festhält und letztlich derselben Agenda frönt. Eigentlich muss man Wüst für seine Offenheit dankbar sein. Diese Union verstellt sich nicht einmal mehr in ihrer opportunistischen Beliebigkeit (DM)

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