Verarsche (Bild: shutterstock.com/Luis Molinero)

Nach Programmbeschwerde: NDR-Verarsche noch viel größer als gedacht

Nachdem das NDR-Format „Bürger-Parlament“ – ausdrücklich handle es sich bei dieser Sendung um keinen „Expertentalk“ oder eine „Politiker-Runde“, sondern hier kommen die „normalen Bürger“ zu Wort – dem doofen Zwangsbeitragszahler „linke Aktivisten und politische Freunde als „normale Bürger“ verkauft haben, zeigt eine Programmbeschwerde, in welchem Ausmaß der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Zuschauer am Stück verarscht.

Ach, was für ein tolles Konzept! Im NDR-Format „Das Bürgerparlament“ diskutieren „Bürgerinnen und Bürger“ – und alles was sich dazwischen noch bewegt – miteinander. Ohne „Expertinnen und Experten“ werden „Argumenten statt mit Polemik, scharf, aber respektvoll“ ausgetauscht. Die superklasse Idee des „Bürgerparlaments“ laut dem NDR: „Beteiligt an der Diskussion sind Menschen quer durch die gesellschaftlichen Schichten“. Also keine ideologisch gefestigten Politiker, sondern echte Debatte. Das ist das Versprechen der Sendung, das der ehemaliger Tagesschau-Moderator, Ingo Zamperoni, vor jeder Sendung in einem,  dem britischen Unterhaus nachempfundenen Studio gibt.

Dass das, was der ÖR verspricht, nicht den Dreck unter dem Fingernagel wer ist, dass es sich auch bei diesem Konzept um dreiste Verarsche handelt, das zeigte „Clownswelt“ Mitte Dezember uns stellte in einem Beitrag klar: „Ich habe euch erwischt, NDR!

Denn: Der WDR lud sich zum Thema „Gendern“ einfach zwei Aktivistinnen ein, tarnte die beiden als Bürger und blies so die links-grüne Ideologie als Bürgermeinung getarnt über den öffentlich-rechtlichen Äther in die Wohnzimmer der Zuschauer. Einmal erledigte diese Aufgabe die SPD Politikerin Doro Siemers. Sie ist Gleichstellungsbeauftragte der SPD Schleswig-Holstein und ist laut der SPD Schleswig-Holstein „seit vielen Jahren in der SPD aktiv“. Zudem produziert sie mit anderen SPD-Genossinnen zusammen einen Podcast zum Thema Gleichstellung. Der NDR verkaufte sie dem Publikum – ohne weiteren Verweise auf ihre politische Aktivitäten – für jeden im Internet wunderbar recherchierbar – als stinknormale Webentwicklerin die sich – anders als 90 Prozent der Bevölkerung – für das verblödende Gendern ausspricht.

Clownswelt reichte beim NDR eine Programmbeschwerde ein. Die offizielle Stellungnahme des öffentlich-rechtlichen Senders zeigt, in welchem Ausmaß der Zuschauer am Stück verarscht wird und hat es richtig in sich:

Dass man sich beim WDR-Konzept „Bürger-Parlament“ für Personen wie Siemers entschieden hat, begründet der ÖR – in besten Genderdeutsch mit massenhaft Gendersternchen verziert – unter anderem damit, dass bei der Auswahl er Bewerber darauf geachtet werde, dass diese über eine gewisse – Achtung! – „Artikulationsfähigkeit verfügen“. Da das Konzept der Sendung relativ neu und unbekannt sei, habe man gezielt Verbände und Organisation angeschrieben. Als Beispiel für Organisationen, wo man angefragt habe, wird die Bundeswehr genannt. An welche Vereine und Organisationen solche Anfragen noch rausgehauen wurden, ob die Amadeu-Antonio-Stiftung oder die Klimahüpfer von Fridays-for-Future sich auch bewerben konnten, das beantwortet der NDR nicht.

Schon an dieser Stelle macht sich Verwunderung breit, warum die Macher des „Bürger-Parlaments“ nicht einfach auf die Straße gehen und dort „ganz normale“ Bürger bitten, am Konzept mitzuwirken. Die Antwort auf die Frage, warum also Politiker- und Aktivistengestalten wie Siemers oder taz-Schreiberlinge wie Aziz dem normalen Bürger als „normale Bürger“ untergeschoben werden, ist so richtig dreist: Die Vorgabe für das Format sei nicht, politisch aktiven Menschen grundsätzlich aus der Sendung auszuschließen. Nein, nein. Einzig professionelle Politiker die ihr Geld hauptberuflich mit Politik verdienen, sollen hier nicht zu Wort kommen. Wie irre, wie verlogen, wurde doch mehr als nur klar, dass es sich bei Siemers um eine astreine SPD-Schranze handelt, die seit Jahren politisch hoch aktiv für die Sozialdemokraten unterwegs ist und das auf ihrer Webseite auch genau so darstellt. Der NDR argumentiert zu Siemers Podcast-Vita als Projektmanagerin in einer Podcastagentur, dass dies nichts mit der SPD zu tun habe, nicht unter dem „Label der SPD“ laufe. Dreiste Lüge: Im Intro eines Podcastbeitrages von Doro Simas zur Gleichstellung der SPD Schleswig-Holstein wimmelt es geradezu von SPD-Genossen und Genossinnen. Wie es aussieht, hat der WDR für Simas die Berufsbezeichnung „Webentwicklerin“ gewählt, weil das mutmaßlich das einzige ist, was Simas getan hat, was nichts mit der SPD zu tun hat.

Damit aber nicht genug. Im Antwortschreiben gibt der NDR zu, dass auch ein CDU-Landtagskandidat in die Sendung eingebracht wurde. Die Tranzparenz-Verarsche des NDR: Wäre Denis Ugurcu als Vollzeitpolitiker nicht gescheitert und wär in den Landtag gewählt worden, dann ja dann hätte er nicht an der Sendung teilnehmen dürfen. Aber so ist der CDU-Parteibuchträger Ugurcu ein ganz normaler Bürger. Weiter war laut NDR-Antwort im „Bürger-Parlament“ die Soldatin Wiebke Hennecke vertreten, die wie jeder normale Bürger eine Webseite betreibt. Auf dieser ist zu erfahren, dass Soldatin Hennecke bei der Jungen Union herumturnt und seit 2019 in verschiedene Ämter bei der CSU hineingewählt wurde. Ach ja: Im Bürger-Parlament saß die 20-jährige Studentin Theresia Crone, eine Fridays-for-Future-Vorhüpferin – ebenso zufällig – wie Caroline Autenried, eine ganz normale 38-jährige Köchin, die ihre Brötchen beim Öffentlich-Rechtlichen verdient. Weiter im „Bürger-Parlament“ vertreten, der Bürger Dara-Marc Sasmaz, ein stinknormaler Erzieher, der bei der linksextremistischen Linksjugend solid in Köln aktiv ist. Oder die nicht minder „ganz normale Bürgerin“ Amina Aziz. Diese Lady ist regelmäßige Autorin bei der ultralinken Zeitung „taz“ und sprach sich ebenfalls – oh Wunder –  für das Gendern aus. Für den Zwangsbeitragszahler wurde sie zurückhaltend als „Autorin“ gekennzeichnet. Die 25-jährige Anna Johannsen ist für den NDR ebenfalls eine ganz, ganz, ganz normale Bürgerin, obwohl sie sich als Studentin bei der CDU für die Hochschulpolitik ihre Partei politisch einbringt.

Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Zwangsbeitragszahler nach Strich und Faden verarscht und links-grüne Parteipropaganda betreibt, ist kein Geheimnis. Dass dies aber so schamlos und frech passiert, das schockiert dann doch immer wieder aufs Neue. (SB)

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