Sehen wir hier etwa einen Rechtsextremen? (Symbolfoto: Von Vitaliy Hrabar/Shutterstock)

Irrenhaus BRD: Jetzt ist alles “rechts” – sogar links

Je mehr die AfD von Höhenflug zu Höhenflug eilt und Stimmenzuwächse gewinnt, umso mehr nutzt sich die Nazi-Keule und die Begriffsverdrehung “Rechtsextrem” ab. Statt sich sachlich den Bedürfnissen und dem Willen der Wähler anzunähern, setzen die etablierten Parteien, ihre Hofmedien und auch akademische Kreise stattdessen gerade aufs Gegenteil: Noch mehr Stigmatisierung, noch mehr Agitation “gegen rechts”, wobei Inhalt, Definition und Semantik anscheinend überhaupt keine Rolle mehr spielen. “Rechts” wird einfach zum Wieselwort, zur ultimativen Chiffre für “alles, was ich zum Kotzen finde” aus Sicht der Systemanbeter und Unbeirrbaren Anhänger einer autoritären freiheitsfeindlichen Agenda.

Durch nichts wurde dieser Wahn deutlicher auf den Punkt gebracht als diese Woche vom Der ARD/ZDF-Ableger „funk“, der es fertigbrachte, Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder mit AfD- Björn Höcke und Alice Weidel in einen Topf zu werfen: „Sie sind rechts“! Das Skandalöse daran ist, dass beide Unionsprinzen natürlich das exakte Gegenteil dessen sind – sie sind nämlich verschliffene wendehälsische SPD-Grünen-Klone.

“Bin ich rechts, wenn…”

Dass überhaupt das Wort „rechts“ inzwischen synonym mit “rechtsextrem”, “faschistisch” und “nazi” verwendet wird und nicht einmal – wie wenigstens noch zur Entstehungszeit der AfD vor knapp 10 Jahren, mit “rechtspopulistisch” oder “rechtskonservativ” verblendet wird, zeigt, wie panisch und oberflächlich die Hysteriker des Mainstreams agieren. In einem aktuellen “Bild”-Check wurden stinknormale rationale, bürgerliche Positionen, die früher auch von einem Großteil der CDU-, FDP- und SPD-Anhänger vorbehaltlos geteilt wurden (und insgeheim noch werden), zu einer Art “Umfrage” verwurstet, um die “rechte” Gesinnung der Befragten zu eruieren. “Experten” und “Akademiker” gaben dann die Antworten.

So wurde hier etwa gefragt:  “Bin ich rechts, wenn ich finde, dass zu viele Ausländer nach Deutschland kommen?” (Antwort: “Eher ja”),  “Bin ich rechts, wenn ich finde, dass man fleißig sein soll?” (Antwort: “Unklar”), “Bin ich rechts, wenn ich unsere Grenzen schützen will?” (Antwort: “Traditionell ja”) oder
“Bin ich rechts, wenn ich finde, Wohnraum soll zuerst für Deutsche bereitgestellt werden?” (Antwort: “Ja, nicht nur rechts, sondern weit rechtsaußen!”) Auf diesem Niveau wird denn auch die gesamte Debatte geführt. Kein Wunder in einem Land, in dem ein Landesverfassungsschutzpräsident ein Fünftel der Wähler als “braunen Bodensatz” beschimpfen darf. Den Vogel schoß übrigens auf Twitter Tilo Jung  ab, der damit die Berechtigung des zweiteren Attributs seiner Show ” Jung & Naiv” unterstrich. In frappierender kompletter Geschichtsblindheit und dümmlich-grotesker Verkennung aller politischen Zusammenhänge und Tatsachen ließ er folgendes vom Stapel:

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