"Vorsicht Hinterhalt": Ampel (Bild: IMAGO / Chris Emil Janßen)

Armutszeugnis: Zufriedenheit mit Ampel auf bislang niedrigstem Punkt

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Es riecht in diesem Land sehr, sehr streng nach Neuwahlen. Die wären auch nötig, um die grüne Revolution in letzter Sekunde noch ausbremsen zu können (verhindert werden kann sie nicht mehr, dazu sind die anderen Parteien ebenfalls viel zu grün geworden). Aber es spricht alles dafür, dass zumindest Habeck, Baerbock, Lauterbach und die anderen Versager von der politischen Bühne gefegt werden:

Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung hat einen neuen Tiefpunkt seit Amtsantritt im Dezember 2021 erreicht. Das zeigt eine Umfrage von Infratest unter 1.310 Wahlberechtigten für den ARD-“Deutschlandtrend” von Montag bis Mittwoch dieser Woche. Aktuell sind nur noch 19 Prozent mit der Arbeit der Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP sehr zufrieden bzw. zufrieden (-2 im Vergleich zu Anfang August).

Vier von fünf Deutschen (79 Prozent) sind damit weniger bzw. gar nicht zufrieden (+1). Wenn schon am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD auf 16 Prozent (-1). Die Union würde gegenüber Anfang August um zwei Prozentpunkte zulegen und wäre mit 29 Prozent stärkste Kraft.

Die Grünen kämen derzeit auf 14 Prozent (-1). Auch die FDP würde mit aktuell sechs Prozent leicht verlieren (-1). Die AfD verbessert sich noch einmal um einen Punkt auf 22 Prozent – ein neuer Höchstwert für die Partei im ARD-“Deutschlandtrend”.

Die Linke läge mit unverändert vier Prozent weiter unterhalb der Mandatsschwelle. Auf alle anderen Parteien entfallen in der Umfrage momentan neun Prozent (+/-0). Zwei Jahre nach der Bundestagswahl haben insbesondere die Grünen an Wählerpotenzial verloren.

Kam die Wahl der Grünen im Mai 2021 noch für jeden zweiten Deutschen grundsätzlich in Frage, so gilt das aktuell nur noch für 32 Prozent (- 18). Die Union (52 Prozent, +3) sowie die SPD (50 Prozent, +1) haben ihr Wählerpotenzial stabil gehalten. Auch FDP kommt mit 36 Prozent (-2) aktuell auf ein etwas größeres Wählerpotenzial als die Grünen.

Die AfD hat ihr Wählerpotenzial mit nun 24 Prozent in den vergangenen Jahren ausgebaut (+8). Die Wahl der Linken kommt derzeit für jeden Fünften (21 Prozent) grundsätzlich in Frage (-1). Aus der aktuellen Bundesregierung sind die Wahlberechtigten einzig mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mehrheitlich zufrieden (52 Prozent, -2 im Vergleich zu Anfang August).

Mit der Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sind 37 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (-3); 59 Prozent sind mit ihrer Arbeit weniger bzw. gar nicht zufrieden. Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat etwas an Zuspruch zugelegt: Jeder Dritte (32 Prozent) ist mit seiner Arbeit zufrieden (+3); 61 Prozent aber sind damit unzufrieden. Mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht ist gut ein Viertel der Deutschen (27 Prozent) zufrieden (+1 im Vergleich zu März); 59 Prozent sind mit ihrer Arbeit unzufrieden.

Dabei erhält Sahra Wagenknecht im Osten Deutschlands vergleichsweise großen Zuspruch, wo sie unter den abgefragten Politikern Platz zwei hinter Boris Pistorius einnimmt. Auch unter AfD-Anhängern wird sie mehrheitlich positiv bewertet. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) kommt derzeit wie Wagenknecht auf 27 Prozent Zufriedenheit (-1 im Vergleich zu Anfang August); zwei Drittel (67 Prozent) sind mit seiner Arbeit unzufrieden.

Die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat seit Anfang August um sechs Punkte abgenommen: 25 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 72 Prozent indes unzufrieden. Das ist sein schwächster Wert in der aktuellen Legislaturperiode. Ebenfalls auf den persönlich schwächsten Wert in diesem Zeitraum fällt der Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz, mit dessen Arbeit 23 Prozent zufrieden (-1) und 65 Prozent unzufrieden sind.

Mit Innenministerin Nancy Faeser (SPD) ist jeder Fünfte (20 Prozent) zufrieden (-3), aber 58 Prozent unzufrieden. Familienministerin Lisa Paus (Grüne) kommt bei ihrer ersten Abfrage im ARD-“Deutschlandtrend” auf einen Zufriedenheitswert von zwölf Prozent; 42 Prozent kennen sie nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Mit der Arbeit des AfD-Bundessprechers Tino Chrupalla sind 11 Prozent zufrieden (+2 im Vergleich zu Juli); auch in seinem Fall sagen 42 Prozent, dass sie ihn nicht kennen bzw. sich kein Urteil zutrauen.

Das ist wahrlich ein Armutszeugnis, aber ob sich diese Versager dafür interessieren, wie sie von den Bürgern beurteilt werden, ist mehr als fraglich. Wahrscheinlich werden sie mit in ihrer Zerstörungswut eher noch einen Zahn zulegen. (Mit Material von dts)

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