Elektromobilität: Beim gegenwärtigen Strommix eine ideologische Mogelpackung (Foto:Imago/Gstettenbauer)

Unzufriedenheit mit E-Autos in Deutschland steigt – mehr als die Hälfte der Besitzer bereut den Kauf

Eine aktuelle YouGov-Studie, durchgeführt im Auftrag von Monta, einem Fachunternehmen für Elektro-Ladesysteme, offenbart, dass die Mehrheit der deutschen Elektroautobesitzer ihren Kauf oder ihr Leasing bedauert. Besonders die hohen Betriebskosten, vor allem für Strom, sorgen für Unzufriedenheit. Diejenigen, die über den Kauf eines E-Autos nachdenken, sind ebenfalls skeptisch. Rund ein Viertel möchte aktuell wegen der unsicheren Entwicklung der Energiepreise kein E-Auto kaufen. Dieser Trend ist auch international sichtbar: In Frankreich haben 54 % ihre Entscheidung bereut, während in Großbritannien 58 % trotz höherer Kosten zufrieden sind (ecomento: 13.09.23).

Ein Beitrag von Blackout-News

Mangelnde Transparenz und variierende Kosten beim Laden

Max Scherer, der COO von Monta, gibt dazu weitere Einsichten. Er merkt an, dass das Aufladen von E-Autos teurer ist als früher, jedoch häufig als noch kostspieliger eingeschätzt wird. Insbesondere an öffentlichen Ladestationen fehlt es oft an klaren Preisangaben. Auch wer zu Hause lädt, bemerkt die tatsächlichen Kosten meist erst später, wenn die Stromrechnung eintrifft.

Das Preisgefüge für das Laden im öffentlichen Raum ist uneinheitlich und oft höher als zu Hause. Die öffentliche Ladeinfrastruktur ist kompliziert, mit verschiedenen Anbietern und Abrechnungsmodellen, was den Nutzern das Leben schwer macht.

Nutzung von erneuerbaren Energien bei E-Autos nur für wenige möglich

Es gibt jedoch auch positive Aspekte in der Studie: 41 % der Befragten nutzen schon oder haben vor, erneuerbare Energien für ihr E-Auto zu nutzen. Etwa ein Viertel der Befragten besitzt sogar Solarpaneele. Hier ergibt sich allerdings ein Haken: Nur eine Minderheit der Autofahrer hat die Möglichkeit, eine eigene Solaranlage zu nutzen, um die Betriebskosten zu senken. Max Scherer betont, dass gerade diese Nutzergruppe finanzielle Vorteile genießen kann.

Für Max Scherer ist es eine Priorität, Lösungen für die hohe Unzufriedenheitsrate zu finden. Um die Verkehrswende erfolgreich zu gestalten, müssen E-Autos sowohl ökologisch als auch finanziell sinnvoll sein. Eine klare und einfache Ladeinfrastruktur könnte hier Abhilfe schaffen und die Akzeptanz für Elektroautos erhöhen.

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