Familien aus Burkina Faso auf der Flucht vor islamistischen Mordbanden (Foto:Imago)

Interessiert keinen, weil hier die Angreifer keine Juden sind: Islamistischer Völkermord in Burkina Faso

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Aktuell, im Wahrnehmungswindschatten des Nahostkonflikts, werden in Burkina Faso wieder einmal zahllose Menschen ermordet. Über 70 waren es alleine am 5. November in einem Dorf, vor allem Kinder und Ältere; ihre Häuser wurden niedergebrannt. Hier tobt – wie in vielen anderen Ländern des schwarzen Kontinents – ein Dauerterror, verübt von Islamisten – und damit von Brüdern im Geiste der Hamas in Gaza, wo linke und rechte Doppelmoralisten nicht müde werden, einen “Völkermord” durch Israel zu beklagen. In Afrika jedoch, jenseits ihres Haltungs-Radars, vollzieht sich ein realer Völkermord, der unerwähnt bleibt. Wie auch im Jemen oder im Sudan scheren sich die Palästinenserversteher und Israelhasser nicht um “tote Kinder”, solange die Täter selbst Muslime und keine Juden sind.

In dem umkämpften Gebiet in Burkina Faso toben seit längerem heftige Auseinandersetzungen zwischen der Armee und islamistischen Organisationen. Wie im Nachbarland Mali attackieren muslimische Milizen die Zivilbevölkerung, es gibt eine riesige Zahl an Binnenflüchtlingen, die zu denen aus Nordmali hinzukommen .Allein in diesem Jahr wurden mindestens 7.000 Menschen (!) in Burkina Faso getötet, die Gewalt richtet sich oft gezielt gegen Zivilisten.

Keine politmediale Aufmerksamkeit

Pflichtschuldig haben zwar die EU und die USA die Behörden von Burkina Faso aufgefordert, die Umstände der Tötungen aufzuklären; der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach von einem Massaker. Doch außer Lippenbekenntnissen ist davon nichts zu erwarten. Natürlich wird das Verbrechen höchstwahrscheinlich nie aufgeklärt, zumindest aber nie geahndet werden. Es ist nur eines in einer endlosen Kette von Grausamkeiten, die sich ständig ereignen, ohne dass ihnen medial und politisch Aufmerksamkeit geschenkt wird. Weder in der islamischen noch in der westlichen Welt lösen sie eine Empörung aus, die auch nur ansatzweise mit dem vergleichbar wäre, was auf Israel einprasselt, seit es sich gegen den Hamas-Terror aus dem Gaza-Streifen wehrt.

Dass allein im Jemen, während des Stellvertreterkrieges, den der Iran und Saudi-Arabien dort seit 2015 austragen, über 11.000 Kinder ums Leben gekommen sind, insgesamt sogar fast eine Viertelmillion Menschen getötet wurden und 24 Millionen Menschen humanitäre Hilfe oder Schutz benötigen, aber kaum erhalten, regt die islamischen Regime und die ganze „Weltgemeinschaft“ kaum auf – weil die Täter keine Juden waren.

Christenverfolgung ist für Kirchen kein Thema

Das gilt auch für die ständigen Massaker an Christen, wie etwa in Nigeria. Weit über 300 Millionen Christen gelten weltweit als verfolgt. Von der Ampel-Regierung, der UNO, der EU, den Medien und selbst von den Kirchen hört man dazu jedoch wenig bis gar nichts.

Tote Zivilisten im Gaza-Streifen, die nur deshalb sterben, weil die Hamas sie als menschliche Schutzschilde für ihre mörderische Infrastruktur benutzt, werden jedoch seit Wochen jeden Tag auf allen Kanälen und in unzähligen Appellen beklagt. Plötzlich ist wieder vom angeblichen Völkermord an den Palästinensern die Rede. Dies ist nichts als Antisemitismus, der einem Land, das sich gegen Staaten und Gruppen wehrt, deren offen erklärtes Ziel es ist, Israel von der Landkarte zu tilgen und die Juden ins Meer zu treiben, das Recht verwehrt, um sein Überleben zu kämpfen. (TPL)