Foto: Nik Waller Productions/Shutterstock

Schneckenpost geplant

Es wird alles unerträglicher. Der Staat wird aufgebläht, bis er eines Tages platzen wird, die Infrastruktur liegt am Boden, immer mehr Staatsdiener verderben den Brei. Lastenfahrräder werden als technologischer Fortschritt gefeiert und jetzt dürfen wir auch noch länger auf die Post warten. Und wer steckt mal wieder dahinter? Natürlich der Robert und seine Bande.

Die Gewerkschaft Verdi ist gegen längere Postlaufzeiten, wie sie derzeit vom Bundeswirtschaftsministerium geplant sind. Die im Referentenentwurf vorgesehene Verlängerung der Laufzeiten von Briefsendungen auf 3 bzw. 4 Tage verschlechtere nicht nur das Dienstleistungsangebot für die Kunden der Post deutlich, sondern führe auch “zu einer massiven Gefährdung von tarifierten Arbeitsplätzen bei der Deutschen Post AG”, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis am Samstag. “Dies wären die unmittelbaren Folgen der vom Bundeswirtschaftsministerium vorgesehenen Neuregelung zum Postgesetz, die es dem Unternehmen ermöglichen soll, die Kosten zu senken, diese Pläne lehnen wir entschieden ab, und wir fordern Bundesregierung und Bundestag dringend auf, das Gesetz nachzubessern”, sagte sie.

Verdi begrüße dagegen, dass Paketsendungen über 10 Kilogramm gekennzeichnet werden müssen. Das sei der erste Schritt für mehr Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Unzureichend und realitätsfern sei dagegen die Möglichkeit, dass Pakete, die ein Einzelgewicht von 20 Kilogramm übersteigen, in der Ein-Personen-Zustellung bleiben, wenn ein geeignetes technisches Hilfsmittel zur Verfügung gestellt wird.

“Diese Vorgabe ignoriert, dass die heute schon vorhandene Sackkarre im Zustellfahrzeug nicht ausreichend ist, um vor gesundheitlichen Schäden durch die Auslieferung von Paketen mit über 20 Kilogramm Gewicht zu schützen”, sagte Kocsis. Um einem wirksamen Gesundheitsschutz in der Zustellung sicherzustellen, dürften Pakete über 20 Kilogramm ausschließlich über die Zwei-Personen-Zustellung ausgeliefert werden, “sonst würde alles so bleiben, wie es heute schon ist”.

In diesem Fall muss man Verdi ausnahmsweise mal recht geben.  Seit der Pandemie hat der Online-Handel mächtig zugenommen und die Last müssen die Postzusteller tragen. Was manchmal wirklich schwer ist. (Mit Material von dts)

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