Foto: Jürgen Trittin (Archiv) (über dts Nachrichtenagentur)

Endlich: Trittin legt Abgeordnetenmandat nieder

Berlin – Der Maoist hat seine Schuldigkeit getan, der Maoist kann gehen: Jürgen Trittin (Grüne) legt zum Jahreswechsel sein Bundestagsmandat nieder. “Jetzt, zur Mitte der Legislaturperiode, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um selbstbestimmt zu gehen”, sagte Trittin dem “Spiegel”. Er habe bereits zur letzten Bundestagswahl beschlossen, dass dies seine letzte Kandidatur sein würde.

“Im vergangenen Sommer stellte ich dann fest, dass ich im Herbst 25 Jahre Mitglied des Bundestags sein würde. 25 – das ist doch ein schönes Jubiläum, um davon Abschied zu nehmen”, sagte Trittin. “Anfang Januar gebe ich mein Bundestagsmandat ab”, kündigte er an.

Am Dienstagnachmittag teilte er seinen Entschluss der Grünen-Bundestagsfraktion mit. Der Niedersachse war rund 40 Jahre lang für die Grünen auf kommunaler, auf Landes- und Bundesebene aktiv. 1998 zog Trittin in den Bundestag ein und wurde Bundesumweltminister in der rot-grünen Koalition.

Als Führungsfigur der Parteilinken prägte er den Kurs der Grünen maßgeblich mit. Trittin hatte mit Kritik an seiner Partei immer wieder für interne Debatten gesorgt. Zu seinem Abschied aber zeigte er sich milde.

“Diese Partei, diese Fraktion hat mir doch ermöglicht, alles zu werden, was man als Grüner werden kann”, sagte Trittin. “Ich gehe in Frieden und Dankbarkeit.”

Wenn man einen überzeugten Linksradikalen überhaupt mal Milde zusprechen kann. Relativ vielleicht und wenn man sich den teils durchgeschmorten Nachwuchs bei den Grünen anschaut, stimmt das vielleicht sogar.

Mit dem Abgang von Trittin wird sich auf jeden Fall nichts bessern bei den Grünen, im Gegenteil, Trittin war ja in seinen letzten Tagen schon sowas wie ein Realpolitiker. Drücken wir ihm auf jeden Fall die Daumen, dass er mit seiner kargen Pension einigermaßen über die Runden kommt. (Mit Material von dts)

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