Herzlich willkommen beim spaßbefreiten Traubensaft-Festival (Foto:Pixabay)

Erstes alkoholfreies Weinfest in Deutschland – wann folgt das erste vegane Schlachtfest?

Dass sich Deutschland im Endstadium der Dekadenz  befindet, wo mit viel Etepetete und Hypersensibilitäten spätmanieristische Wohlfühl- und Haltungsrituale zelebriert werden und aus Rücksicht auf eingewanderte vorsintflutliche Stammesreligionen keine Schnitzel und Rippchen serviert werden, wo angeblich glyphosat- und genmaisversuchte Speisen von denselben abgewiesen werden, die kein Problem damit hatten, sich eine mRNA-Experimentalgülle in den Oberarm jagen zu lassen und wo Wohlstandsverzicht zur Grundhaltung gehört, ist längst Grundwissen nicht nur von Sarkasten. Die Auswüchse des zivilisationsmüden Lifestyle-Kults einer Bevölkerung, der es in Verkennung der steil abschüssigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung immer noch viel zu gut geht, zeigen sich nicht nur jeden Tag in Politik und Medien, sondern auch in früher völlig unverfänglichen Alltagssituationen.

So wird nun am 9. Mai in den Weinbergen eines Weinguts bei Schweinfurt „das erste alkoholfreie Weinfest Deutschlands“ stattfinden In der Ankündigung des verantwortlichen Winzerbetriebs Dahm wird der Eindruck vermittelt, dass es sich dabei nicht nur um eine bahnbrechende Idee handelt, auf die das Land seit eh und je wartet, sondern geradezu um ein historisches Ereignis: „Ein Weinfest ohne Alkohol. Glaubst du das geht? Wir schon. Wir sind überzeugt davon, dass es keinen Alkohol braucht, um eine gute Zeit zu haben. Ach was, nicht nur eine gute Zeit, sondern die wohl beste Zeit deines Lebens. Komm und sei Teil davon, wenn wir gemeinsam Geschichte schreiben. Nüchtern.“, heißt es auf der Webseite. Man könne „Teil von etwas Großem“ sein. In der Tat: Eines Bevormundungs-Happenings nämlich, wo korrekter Lifestyle Einlassvoraussetzung ist.

“Geselligkeit klappt auch nüchtern”

Es gehe darum, sich bewusst zu machen, „dass Geselligkeit auch nüchtern klappt“, sagen die Veranstalter. Aha. Erstens dürfte dies kein vernünftiger Mensch bestreiten und zweitens stellt sich die Frage, warum man dann nicht einfach ein Fest veranstaltet, auf dem es nur Getränke gibt, die grundsätzlich keinen Alkohol enthalten, anstatt Wein, zu dem nun einmal Alkohol gehört, dieser wichtigen Zutat zu berauben, nur um sich als Avantgarde auszugeben, weil man ein nicht existierendes Problem gelöst hat. Wenn Winzer dem Alkohol abschwören und daraus ein Marketingevent machen, dann ist auch das eine Facette der allgegenwärtigen kulturellen Selbstaufgabe, vorangetrieben von einem Zeitgeist, dem nichts mehr heilig ist und der alles einer exzessiven invidivualistischen Beliebigkeit opfert.  In einem Land, dass einerseits die biologische Zweigeschlechtlichkeit gesetzlich abschaffen, zugleich aber überall Frauenquoten einführen und seine Energieversorgung sichern will, indem es sich all seiner Energiequellen beraubt, kommt es darauf aber auch nicht mehr an.

Was kommt als nächstes? Vegane Schlachtfeste? Ein streng alkoholfreies Clausthaler-Oktoberfest? Zuckerfreie Zuckerfeste? Fußball ohne Ball und Tennis ohne Schläger? Vor noch wenigen Jahren hätte man derartigen Unsinn nicht einmal in einem Satireprogramm präsentiert, weil es einfach zu absurd gewesen wäre. Die Freakshow der Realität hat jede Phantasie eingeholt. (TPL)

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