Nach Corona-Impfung: Bundesinstitut streicht schwere Verdachtsfälle aus der Liste

Covid 19 Impfung (Symbolbild: shutterstock.com/Von Viacheslav Lopatin)

Nachdem nach der Verimpfung von AstraZeneca gehäuft Hirnvenenthrombosen auftraten, stoppte die Merkel-Regierung die Verabreichung für unter 60-Jährige. Doch die Palette an schwerwiegenden Reaktionen soll wesentlich breiter sein und auch andere Vakzine betreffen. Jedoch: Im jüngsten Bericht des Paul-Ehrlich-Bundesinstituts ist davon aber keine Rede mehr.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel für die Meldefälle von Impfnebenwirkungen zuständig. So benannte die Behörde im seinem vorletzten Sicherheitsbericht, der Daten bis zum 26. Februar beinhaltet, insgesamt mehr als 2.000 gemeldete schwerwiegende Reaktionen nach einer Corona-Impfung. Diese Fälle traten vornehmlich bei Geimpften auf, die den meist genutzten Impfstoff von Pfizer/BioNTech erhalten hatten, in wenigen Fällen betraf es auch das am spärlichsten eingesetzte Vakzin von Moderna. In zwei Fällen waren bis dahin demnach mit AstraZeneca Geimpfte von Krampfanfällen betroffen, so das Nachrichtenmagazin RT, das weiter berichtet, dass die Fallzahlen bis zum 12. März dann auf 2.300 angestiegen waren.

Doch in diesem bisher jüngsten Bericht beschränkte sich das Institut auf nähere Erläuterungen zu anaphylaktischen Schocks, Thrombozytopenien und Hirnvenenthrombosen. Besonders auf letztere fokussierte es sich. Die anderen besonders schwerwiegenden Reaktionen fehlen in der Einzelauflistung, so das Nachrichtenmagazin. Just von allen anderen zuvor noch genannten schweren Komplikationen ist nichts mehr zu lesen in dem neuesten PEI-Bericht. Lediglich die Zahl der insgesamt gemeldeten Todesfälle nach einer Impfung taucht noch auf. Sie stieg demnach zwischen dem 26. Februar und dem 12. März um 21 auf 351.

Das Paul-Ehrlich-Institut weigert sich laut RT, Informationen darüber zu erteilen, ob und wie die Zahl gemeldeter Gesichtslähmungen, Schlag- und Krampfanfälle von Ende Februar bis Mitte März gestiegen ist. Sie sagte nicht, welchen Alters und Geschlechts Betroffene waren, welchen Impfstoff sie erhielten und wie viele Menschen davon starben. Ebenso werde verschwiegen, inwieweit Todesfälle und bleibende Schädigungen überhaupt rechtsmedizinisch untersucht wurden oder noch werden. Vor allem in Pflegeheimen geschah dies offensichtlich vielfach nicht.

RT wurde von einer PEI-Sprecherin auf die Internetseite der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) verwiesen, die das „Sicherheitsprofil“ der Impfstoffe abbilde. RT schreibt: „Bis zum 26. März erfasste diese für alle Corona-Impfstoffe mehr als 100.000 Verdachtsfälle für schwerwiegende Reaktionen mit 3.350 Todesfällen. Diese schweren mutmaßlichen Nebenwirkungen traten demnach bei insgesamt 79.446 Frauen und 25.622 Männern auf, von denen 1.745 Frauen und 1.605 Männer verstarben. 2.007 Todesfälle ereigneten sich nach einer Injektion des in Europa am meisten verwendeten Serums von Pfizer/BioNTech.“

Es sei- so der Nachrichtenkanal weiter – nicht davon auszugehen, dass die von der EMA und dem PEI erfassten Fälle bezüglich der COVID-19-Impfungen die komplette Realität widerspiegeln. Wahrscheinlich liegen die Meldequoten bei den neuen, in Rekordzeit entwickelten COVID-19-Impfstoffen höher.

RT resümiert, dass angesichts der massiven Impfkamagnen der Regierungen, darunter auch der Merkel-Regierung, massiver Impfdruck auf Altenheimbewohner, Pflegekräfte, Ärzte, Lehrer und Erzieher ausgeübt wird. Deshalb müsse es zulässig sein, kritische Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Gibt es ein Interesse bei Behörden und weiteren Involvierten, schwere bis tödliche Impfreaktionen etwa bei Pflegeheimbewohnern zu verschweigen, beziehungsweise bestimmte Fälle lieber nicht untersuchen zu lassen? „Es spricht jedenfalls einiges dafür, dass die gemeldeten Fälle nur die Spitze des Eisbergs sind. Dem PEI jedenfalls scheint umfassende Transparenz eher lästig zu sein“. (SB)