Ramelow: Debatte über Rückgabe von Rechten an Geimpfte verfrüht

Foto: Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)

Erfurt – Manchmal sind sozialistische Gedankengänge gar nicht so übel: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält die Debatte über die Rückgabe von Rechten an gegen das Coronavirus geimpfte Menschen für verfrüht.

„Wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, dann muss man über die Rechte von Geimpften reden“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). Dann seien Einschränkungen nicht mehr opportun.

„Da der Impfschutz 14 Tage nach der zweiten Impfung mindestens sechs Monate gilt, brauchen wir in dem Moment auch Klarheit darüber, ob ab dem 7. Monat wieder getestet oder neu geimpft wird. Vorher macht diese Debatte die Leute nur verrückt.“ Er beteilige sich daran auch deswegen nicht, weil er erstmal abwarten wolle, „was der Bund überhaupt will“, so Ramelow.

„Das kann die Lage noch unklarer machen.“

Fakt ist: Nur wenn ALLE Bürger die Möglichkeit haben, sich SOFORT zu impfen, kann man vielleicht darüber diskutieren – obwohl es auch so eine Entscheidung gegen das Grundgesetz wäre, denn ein Gesundheitszustand darf niemals über den Grad der Freiheit entscheiden. (Quelle: dts)