Michael Shellenberger (Bild: http://shellenberger.org/shellenberger-for-governor/)

US-Klimaexperte Michael Shellenberg: „Das apokalyptische Denken kommt vor allem aus Deutschland“

Die Quelle des hysterischen, apokalyptischen Denkens über den Klimawandel ist nach Ansicht des US-Umweltexperten und IPCC-Gründungsmitglieds Michael Shellenberger Deutschland. Der Klimawandel sei zu einer Art Ersatzreligion geworden. Dafür, dass durch Klimaideologen wie ihn eine Klimaangst erzeugt wurde, die insbesondere Jugendliche in Todesangst getrieben haben, entschuldige sich Shellenberg. Über die Grünen fällte Shellenberg ein eindeutiges Urteil: „Sie sind immer noch Marxisten.“

Das deutsche Volk und die Regierung hätten eine alarmistische Sicht auf den Klimawandel, so einer der führenden ehemaligen Propagandisten des menschengemachten Klimawandels in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. Die Kohlendioxid-Emissionen seien in den vergangenen zehn Jahren unverändert geblieben. „Wir sind also erfolgreich. Warum sehen die Menschen dann eine Katastrophe?“ Laut Shellenberger ist der Klimawandel zu einer Art Ersatzreligion geworden. „Dahinter steckt die Sehnsucht nach einer externen Autorität, die uns Anweisungen gibt und sagt, was zu tun sei“, auf die Frage, warum die Menschen im Klimaschutz eine Religion suchen. Dies sei eine Möglichkeit, sich vor der Verantwortung, in einer demokratischen und liberalen Gesellschaft selbst Entscheidungen treffen zu müssen, zu drücken.

Massive Kritik übte Shellenberger am Motto der Klimaschutzbewegung „Wir haben keine Zeit“. Auch das sei „ein apokalyptischer Diskurs“, wie man ihn aus Sekten kenne. „Menschen, die einen kontrollieren wollen, erzeugen Angst“, so Shellenberger. Die Wissenschaft zeige, so Shellenberg, der vor über 30 Jahren zu einem der wichtigsten Propagandisten zählte, dass der Klimawandel ein extrem langsam fortschreitendes Phänomen sei. Es gehe um einen Temperaturanstieg zwischen 1,5 und drei Grad über einen Zeitraum von 250 Jahren. Das bedeute, „dass wir Zeit für den Übergang haben“.

Nach Ansicht des Umweltexperten hat die Debatte um Atomkraft eine spirituelle Qualität angenommen. Insbesondere in Deutschland sei in der Vorstellung der Grünen Atomkraft dämonisch, erneuerbare Energien seien engelhaft und fossile Brennstoffe seien eine unglückliche, aber praktikable Alternative zur Atomenergie. „Deshalb entschieden sich die deutschen Grünen, die Kohlekraftwerke länger als die Kernkraftwerke in Betrieb zu halten.“

Zur Frage, ob sich die Grünen ändern werden, meinte Shellenberger: „Sie sind immer noch Marxisten.“ Sie hätten bei den jüngsten Wahlen ihren Höhepunkt erreicht. Die Unterstützung für die Partei werde durch die Energiekrise aber zurückgehen.

Das Schuldeingeständnis, das der US-Amerikaner Michael Shellenberger, einer der führenden Propagandisten des menschengemachten Klimawandels abgab, indem er vor nunmehr zwei Jahren formulierte: „Im Namen der Umweltschützer in aller Welt möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen, die wir in den letzten 30 Jahren geschaffen haben“, scheint ungehört verhallt zu sein. Zurückgeblieben ist eine, durch Klimaideologen völlig fanatisierte Jugend.

Shellenberger ist Mitgründer des Breakthrough Instituts (Oakland/Bundesstaat Kalifornien), das sich Umweltfragen widmet. 2018 kandidierte er für die Demokraten als Senator in Kalifornien. Sein persönliches Schuldeingeständnis, das er bereits vor nunmehr zwei Jahren formulierte: „Im Namen der Umweltschützer in aller Welt möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen, die wir in den letzten 30 Jahren geschaffen haben“, scheint ungehört verhallt zu sein. Zurückgeblieben ist eine, durch Klimaideologen völlig fanatisierte Jugend.

Soeben erschien auf Deutsch sein Buch „Apokalypse – niemals! Warum uns der Klima-Alarmismus krank macht“.

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