Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)
Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)

Keine Medienmeldung wert: Staatsanwaltschaft will Lauterbachs Anzeige gegen von Storch nicht verfolgen

Eigentlich etwas schade, findet Beatrix von Storch: Die Staatsanwaltschaft will nach Corona-Karli-Lauterbachs Anzeige wegen Beleidigung gegen die AfD-Politikerin nicht ermitteln und hat das Verfahren eingestellt. Fest steht: Darüber werden die Mainstreammedien jetzt wohl nicht berichten.

Ach Gottchen. War das eine Aufregung im Neigungs- und Mainstreamblätterwald: Mitte September soll die AfD-Politikerin Beatrix von Storch unseren Corona-Karli-Lauterbach im Bundestag einen Vogel gezeigt und gesagt haben: „Sie sind völlig irre!“. Medien berichteten landauf-landab, von Storch habe bei Lauterbachs Rede zum Infektionsschutzgesetz in Richtung Regierungsbank geschaut, Blickkontakt zum Minister gesucht und laut vernehmlich die besagten Worte „geschrien“.  Begleitet sei das gewesen von einer kreisrunden Fingerbewegung am Rande ihrer Stirn, was unser Corona-Boy als „einen Vogel zeigen“ interpretiert habe.

Lauterbach twitterte ganz aufgeregt: „Immer wieder Beleidigungen und Bedrohungen durch Mitglieder und Abgeordnete der #NoAfD. Beides gehört zum Politikstil der Partei. Nur konsequentes Anzeigen kann hier helfen“, und verlinkte den „Spiegel“-Bericht unter seinem Tweet.

Wolfgang Kubicki, der in seiner Funktion als Bundestagsvizepräsident einen Teil der fraglichen Sitzung geleitet hatte, attestierte Lauterbachs Anzeige wenig Aussicht auf Erfolg.  Im Plenarprotokoll war festgehalten, dass der Zwischenruf lautete: ‚Das ist doch irre‘“. Diese Formulierung ist im besten Deutschland, das wir je hatten, nicht sanktionsfähig.

Beatrix von Storch erklärte damals gegenüber der dpa: „Lauterbach hat jeden Bezug zur Realität verloren. Das bekräftige ich gern auch noch mal. Seine Corona-Panik ist irrational und zeigt Züge von Besessenheit. Dass er den Meinungsstreit um seine Politik jetzt mit Anzeigen austragen will, zeigt, dass er die Nerven verliert.“

Die Berliner Staatsanwaltschaft scheint offensichtlich ähnlicher Meinung zu sein und machte der ausgewachsene Profilneurose des Herr von und zu Lauterbach einen Strich durch die durchgeknallte Rechnung. Wie von Storch am Montag mitteilt, wird nach Lauterbachs Anzeige nicht gegen sie ermittelt, der ganze Blödsinn wurde eingestellt.

 

Von Storchs Frage, ob nun wieder alle Mainstreammedien – wie bei Lauterbachs Anzeige gegen die AfD-Politikerin es der Fall war – berichten werden, kann mit einen Blick in die News-Übersicht beantwortet werden: Nein, werden sie nicht. (SB)

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