Augen auf beim Autokauf (Symbolbild: shutterstock.com/Heinsdorff Jularlak)

Augen auf beim Autokauf! Anwohnerparkausweis wegen zu schwerem E-Auto entzogen

In Offenbach am Main wurde einem Klimahelden das Gewicht seines Elektro-SUVs zum Verhängnis: Sein Bewohnerparkausweis wurde ihm deshalb entzogen.

Henryk Fridman ist ein Klimaheld. Um dem drohenden Klimakollaps etwas entgegenzusetzen hatte sich der Offenbacher für ein E-Mobil entschieden. In seinem Fall den Audi e-tron. Und damit er auch vor seinem Wohnhaus parken kann, beantragte er den erst im Januar für seine Straße eingeführten Bewohnerparkausweis für satte 75 Euro jährlich.

Dann der Schock: In einem Schreiben teilte ihm die Stadt laut einem Bericht der Nürnberger Nachrichten mit, dass sein Bewohnerparkausweis wieder eingezogen werde, da sein neues E-SUV zu schwer sei. Das Wunderwerk der Elektromobilität bringt wegen seiner schweren, umweltschädlichen und unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellten Batterien sagenhafte 240 Kilogramm zu viel auf die Waage. Das E-Monster wiegt etwas über drei Tonnen. Laut deutscher Straßenverkehrsordnung (StVO) sind aber beim Parken auf Gehwegen nur Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 2,8 Tonnen erlaubt.

Und somit muss sich Fridman und seine Leidensgenossen, die sich für das angeblich “klimaschonende” Fahren eines BMW X7, Tesla Model X, einer Mercedes G-Klasse oder auch eines Audi e-tron entschieden haben, nach anderen Parkmöglichkeiten umsehen.

Die Stadt hat mittlerweile dem Bericht nach nun für Fridmann eine Möglichkeit gefunden. Nach Beantragung einer Ausnahmegenehmigung und dem Berappen einer Gebühr von monatlich 18,75 Euro kann er gnädiger Weise für die nächsten drei Monate trotzdem in seiner Straße parken.

Sein Fazit: Irrer Aufwand und irrer Stress um das Parken seines E-Mobils. Und deshalb hat sich Fridmann laut Bild dazu entschlossen, den Wagen im Mai wieder zurückzugeben. Er ist sich sicher: „Mit einem kleinen Verbrenner fahre ich wohl besser. Das ist meine Lehre daraus, dass die Infrastruktur und unsere Straßenverkehrsordnung mit den Fahrzeugen nicht mitgewachsen sind”.

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