Inflation (Bild: shutterstock.com/DesignRage)

Dreiste ZDF-Propaganda redet die Inflation schön

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Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Mai so langsam gestiegen wie seit März 2022 nicht mehr. Während die Inflationsrate im April noch bei 7,2 Prozent lag, soll sie, einer ersten Schätzung nach, im Mai “nur” 6,1 Prozent betragen haben. So tendenziell die Abschwächung auch ist, bedeutet dies faktisch jedoch, dass die Preise erneut um über 6 Prozent teurer geworden sind.

Der gebührenfinanzierte Propagandasender ZDF jedoch vermeldete dies tatsächlich unter der frechen Überschrift „Entlastung für Verbraucher“. Als Gründe für den Rückgang der Inflation, die mit über sechs Prozent immer noch viel zu hoch ist, werden sinkende Benzinpreise und die Einführung des 49-Euro-Tickets angegeben, weil dadurch die Beförderungskosten für die mehr als zehn Millionen Käufer “sinken” würden. Indirekt wird damit der Ampel-Regierung weitsichtiges Handeln attestiert.

Höhere Kosten für Verbraucher

Auch das ZDF muss jedoch einräumen, dass Nahrungsmittel sich um fast 15 Prozent (!) „erneut deutlich“ verteuert hätten, wenn auch nicht mehr so stark wie im April mit 17,2 Prozent. Auch Dienstleistungen kosteten 4,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. In Bayern und Sachsen stieg der Preis für Pauschalreisen um 13,6 Prozent. Holger Schmieding, der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, kommentierte dies mit den Worten: „Es zeigt sich, dass die Deutschen nach der Pandemie trotz knapper Kassen das Leben wieder genießen und richtig Urlaub machen möchten“.

Dies erleichtere es den Anbietern, „höhere Kosten auf die Verbraucher zu überwälzen“. Vielen deutschen Urlaubern dürfte es jedoch schon gar nicht mehr um Lebensgenuss gehen, sondern vor allem darum, dem real existierenden politischen Wahnsinn in ihrem Land wenigstens für ein Tage zu entfliehen, bevor die Grünen das Reisen so weit verteuern, dass es zum Luxusgut wird oder gleich ganz verbieten, außer natürlich für sich selbst. Robert Habecks „Nationale Tourismusstrategie “ ist bereits darauf angelegt, den grünen Klimairrsinn immer weiter auf die Reisebranche auszudehnen und ihr das Leben so schwer wie nur möglich zu machen. Dass Energiepreise nur noch um 2,6 Prozent und Nahrungsmittel nur noch um knapp 15, anstatt um 17 Prozent steigen, wird vom grünen Staatsfernsehen also bereits als Erfolg vermeldet. Selbst diese geringe Entspannung ist nach Ansicht von Experten jedoch nur äußert kurzlebig. ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski rechnet damit, dass die Inflationsrate im Sommer wieder auf sieben Prozent steigen wird, bevor sie bis zum Winter auf gut vier Prozent fallen dürfte. (TPL)