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Impfen gegen den Klimawandel

Ob Stürme, Dürren oder die Entdeckung eines zweiten Ozonlochs – wenn es um Klimaveränderungen geht, scheinen die Dramen nie groß genug zu erscheinen. Selbst bei 23 Grad zeigen sich die Wetterkarten quietsch-rot in den Abendnachrichten und keine Talkshow findet ohne Klimarettung statt. Chaotische Kleber und Hitze-Hysteriker fordern Politiker zum Handeln auf – denn immerhin droht die „Klima-Hölle” und der Untergang . Der UN-Chef warnt: “Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle” und “Hitze ist die größte Gesundheitsgefahr, auf die wir uns in diesem Jahrhundert vorbereiten müssen”, erklärt uns der Mediziner Eckart von Hirschhausen.

Mehr Hitzetote, neue Infektionskrankheiten, erhöhte Allergiebelastung: Das sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nur einige der möglichen Folgen des Klimawandels für die Menschen in Deutschland. In dem am Donnerstag veröffentlichten Sachstandsbericht bezeichnen die Autoren den Klimawandel als «größte Herausforderung für die Menschheit». Allerdings zeigen sie auch Lösungen und Informationen auf, wie sich die Bevölkerung – auch durch das Impfen schützen kann. 

Asiatische Tigermücke in Deutschland

In dem Bericht heißt es: Durch die globale Erwärmung müssten Menschen hierzulande künftig auch mit einer Zunahme von Antibiotikaresistenzen, mehr Lungenerkrankungen als Folge steigender Feinstaubbelastung und mehr Hautkrebs durch erhöhte UV-Strahlung rechnen. Auch die Asiatische Tigermücke werde in Deutschland häufiger auftreten – sie kann Erreger von Dengue-Fieber und Gelbfieber oder das Zika-Virus an Menschen weitergeben. «Das heißt nicht, dass wir in den nächsten ein, zwei Jahren sofort Übertragungsfälle in Deutschland haben werden.» Ausschließen könne er dies aber nicht.

Darüber hinaus bringt der Klimawandel den Autoren zufolge zahlreiche weitere Risiken mit sich – zum Beispiel durch einen Anstieg von bakteriellen Resistenzen oder die Vermehrung von Vibrionen im Wasser. Zu diesen zählt etwa das Bakterium Vibrio vulnificus, das natürlicherweise in Meer- und Brackwasser vorkommt – vermehrt bei Temperaturen ab circa 20 Grad.

Lösung gegen Hitze: Informieren oder impfen

Das scheint jetzt ein Ende zu haben, denn das deutsche „Robert Koch Institut” hat nun eine spannende Lösung für das Problem: Impfen gegen Hitze. Denn weiter heißt es: „Wir stehen vor einer wirklich großen Herausforderung, auch für unser Gesundheitssystem”, sagt die Mitautorin des zitierten Sachberichts Teil 1 von 90 Experten, Elke Hertig. So gebe es bereits jetzt gefährliche Tiere und Krankheiten, die in unseren Breiten vor dem Klimawandel unbekannt waren. Dann folgender Satz: „Um klimabedingte Gesundheitsrisiken für Menschen in Deutschland künftig zu verringern, ist es wichtig, dass die Bevölkerung auf den Klimawandel reagiert, unter anderem, indem sie sich informiert oder etwa durch Impfungen schützt”, berichtet die KA-News mit Berufung auf die DPA .

Bisher ist unbekannt, um welche Impfung es sich handelt und wann sie auf dem Markt erscheinen wird. Allerdings folgen in Kürze Sachbericht 2 und 3, die unter Umständen mehr über den Impfstoff erfahren lassen.

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