Rammstein-Boss Till Lindemann (Foto: Yulia Grigoryeva/Shutterstock)

Bot votete mit: Petition gegen Rammstein-Aufritt erzielt 60.000 falsche Stimmen

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Britta Häfemeier wollte mit einer Online-Petition unbedingt verhindern, dass Rammstein in wenigen Wochen in Berlin auftreten darf. Innerhalb weniger Stunden zeichneten angeblich 60.000 diese Petition. Jetzt kommt heraus: Die Stimmen sind falsch. Hinter den Tausenden Stimmabgaben steckt ein Bot.

“Zehntausende fordern Absage der Konzerte”, titelte Anfang der Woche der links-woke Tagesspiegel. Hintergrund: Obwohl nach wie vor die Unschuldsvermutung gelten sollte, haben es sich insbesondere “Sauberfrauen”  wie die “Social Media-Redakteurin bei campact” und “Feministin” Britta Häfemeier zur Aufgabe erkoren, die  ausverkauften Rammsteinkonzerte im Berliner Olympiastadion am 15., 16. und 18. Juli wegen der vermeidlichen Missbrauchsvorwürfe gegen Sänger Till Lindemann zu “verhindern”.

„Richtig Fahrt aufgenommen“ hatte in der vergangenen Woche die Online-Unterschriftenaktion „Keine Bühne für Rammstein“, wie die geschäftige Initiatorin Britta Häfemeier dem Tagesspiegel verkündete. Mehr als 60.000 Online-Unterschriften seien binnen weniger Stunden zusammengekommen.

Nun stellt sich heraus: Alles Fake. Die enormen Stimmen wurden laut dem Portal infranken über ein Bot-Netzwerks generiert. Die Rammstein-Verhinderseite war daraufhin drei Tage vom Netz. “Wir wurden boykottiert”, so die aufgeregte Häfemeier im Interview mit dem Boulevardblatt Stern. Die Vorverurteilerin weiß zudem genau, wer daran schuld ist: “Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Rammstein-Fans waren!”

Mittlerweile ist die kampffeministische Welt der Frau Häfemeier wieder in Ordnung. Fast zumindest. Denn: Die Fälschungen seien mittlerweile herausgefiltert worden und der Denunziantenhaufen freut sich, dass auch ohne Bot  65.000 Mithetzer erreicht werden konnten.

Ganz glücklich ist Häfemeier wie gesagt aber noch nicht. Die Berliner SPD-Innensenatorin Iris Spranger, die auch im Aufsichtsrat des Olympiastadions sitzt, zieht beim Verbotskriegszug gegen Rammstein nicht so richtig mit. Zwar habe sie sich bereits gegen die Aftershowpartys der Band gewehrt, ansonsten gelte aber auch Till Lindemann gegenüber die Unschuldsvermutung, erläuterte Spranger ganz zum Missfallen Häfemeier in einem Interview mit der Berliner Morgenpost. Die Konzerte im Juli werden wohl nicht abgesagt.

Die von was auch immer zerfressene Häfemeier will aber nicht aufgeben und den Kampf gegen einen Künstler, der noch von keinem Gericht verurteilt wurde, weiter kämpfen. Sie hat angekündigt, es nun mit einem Offenen Brief an Spranger zu versuchen. Außerdem habe man zum ersten Berlin-Konzert von Rammstein am 15. Juli bereits eine Gegen-Demo angemeldet.

(SB)

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