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Westen im Krisenmodus: Kommt es zur großen Depression?

Die neue Ausgabe von „Wirtschaft AUF1“ befasst sich mit den Risikofaktoren, die die ökonomische Situation in Europa bald dramatisch verschlechtern könnten. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Italien, das aufgrund seiner hohen Verschuldung auf das Wohlwollen der EZB und Brüssels angewiesen ist. Noch ausführlicher befasst sich die Sendung mit dem neuen „kranken Mann Europas“, nämlich Deutschland…

Von Auf1.info

„Wirtschaft aktuell“-Herausgeber Dr. Eike Hamer geht im ausführlichen Interview mit Bernhard Riegler sowohl auf die systemischen Probleme als auch auf die aktuellen Krisen ein: Er sieht seine vor einem Jahr bei AUF1 getätigte Prognose bestätigt, wonach eine große Wirtschaftsdepression drohe…

Dr. Eike Hamer: „Größte Wirtschaftskrise der letzten 200 Jahre“

Und jetzt ist sie da, so Hamer, wie man anhand der Wirtschaftsdaten leicht erkennen kann. Er erkennt darin keine „Konjunkturdelle“, wie die Politik zu beschwichtigen versucht, sondern den Beginn der größten Wirtschaftskrise der letzten 200 Jahre. Die insbesondere in Italien bereits ihre Schatten vorauswirft. Aufgrund seiner explodierenden Verschuldung wird Rom bereits in den kommenden Jahren zehn Prozent (!) seines Budgets allein für Zinszahlungen ausgeben müssen.

Hier können Sie die ganze Ausgabe von Wirtschaft AUF1 „Westen im Krisenmodus – kommt es zur großen Depression?“ ansehen: 

Die Rettungsmöglichkeiten der EZB sind ausgereizt

Und diesmal tut sich auch die EZB mit dem Retten schwer. Denn im Gegensatz zu Italien waren Griechenland und Zypern lediglich „Peanuts“. Denn hier geht es nun um die drittgrößte Volkswirtschaft der EU. Und die EZB hat ihr Pulver inzwischen längst verschossen. Denn aufgrund wirtschaftlicher Depression und der – wie es Hamer formuliert – „Sabotagepolitik der Ampelregierung“ kommt kein Geld mehr aus Deutschland. Zahlreiche Unternehmen wurden insbesondere durch die hohen Energiekosten ruiniert sowie deutsche Sparguthaben geplündert. Nicht zuletzt, um italienische Staatsanleihen deutlich über Wert zu kaufen. Damit aber wäre jetzt Schluss. Den Rest würden die hohen Zinsen erledigen.

Mit dem Euro könnte bald die ganze EU wackeln…

Während sich die eigentlich Rohstoff-autarken USA aus ihrer Schuldenkrise durch die Einführung eines staatlichen Dollars (der jetzige stammt von der privaten Notenbank FED) relativ einfach hinausmanövrieren könnten, gäbe es für die EZB hingegen nur eine Lösung: Geld drucken ohne Ende. Aus diesem Grund erwartet der Ökonom daher für 2024 wieder fallende Zinsen. Die Inflation wird dadurch letztlich völlig ausufern und in eine gigantische Wirtschaftskrise münden. Die für Eike Hamer durchaus zum Zerfall der EU in jetziger Form führen könnte. Eine positive Chance für Europa, wie er meint. Dieses könne sich durch die Depression letztlich „gesund reformieren“.

Krise als Chance für Mittelstand und Leistungswillige?

Auch allgemein erkennt der Vorstand des Mittelstandsinstituts Niedersachsen in der bevorstehenden Krise große Chancen. Einerseits für fleißige Menschen, die bereit sind, Leistung zu zeigen. Im Gegensatz zu vielen deutschen und aus aller Welt zugereisten Leistungsverweigerern, die derzeit „glauben, von der Leistung eines anderen leben zu können“. Sowie für den höchst flexiblen und innovativen deutschen Mittelstand, der derzeit durch die „sozialistisch angehauchte Ampelregierung geschreddert werden soll“. So liegt der Umsatz der Sozialindustrie im einst größten Wirtschaftsstandort Europas inzwischen höher als der der Autoindustrie! „Ein Luxus, den man sich leistet, aber in Zukunft nicht mehr leisten kann“, so Hamer. Da es immer weniger Fachpersonal gebe, werden die, die bereit dazu sind, Dinge zu produzieren und Leistungen zu erbringen, die andere brauchen, die Gewinner der Krise sein. Für Unternehmen wiederum biete sich die einmalige Chance, völlig neue Marktbereiche zu erobern.

Mit Gold sicher durch die Krise

Zur Absicherung seines Ersparten empfiehlt der Wirtschaftsfachmann Gold. Dieses dürfte darüber hinaus – nicht zuletzt durch die Politik der BRICS-Staaten – zukünftig deutlich an Wert gewinnen.

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