Bamberg, Weihnachtskrippe - Foto: Imago

Kopflos: Krippenfiguren enthauptet

Fehlende Selbstachtung führt zu internationaler Verachtung. Und zu explodierenden Energiepreisen führt sie außerdem.

von Max Erdinger

In Rüsselsheim wurden die lebensgroßen Figuren einer Weihnachtskrippe geköpft, die der dortige Gewerbeverein spendiert hatte. Der Aufwand, der dafür getrieben worden sein muß, war einigermaßen enorm. Der Gewerbeverein fordert nun dazu auf, die Angelegenheit “mit Humor” aufzunehmen, spricht davon, die Täter mögen Reue zeigen und den entstandenen Schaden wieder gutmachen.

Größer als der Schaden an den Köpfen der Weihnachtsfiguren ist wohl der Schaden im Kopf des Gewerbeverein-Sprechers. Welcher Kultur die Täter zuzuordnen sein dürften, wird wohl jeder mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig beantworten.

Nun tönt es wieder, wie gefährlich “der Islam” ist, und daß das doch jeder endlich einsehen müsse. Die Enthauptung der Krippenfiguren sei doch eine symbolische Warnung gewesen. Heute die Köpfe der Krippenfiguren – morgen die von euch “Kartoffeln”. Meinereiner fragt sich zunehmend, was dieses laufende Warnen vor dem “der Islam” bewirken soll.

Seit 1.400 Jahren ist der Islam, was der Islam eben ist – und die Moslems untereinander sind diejenigen, die sich über der Frage, was er sein soll, traditionell am heftigsten die Köpfe gegenseitig einschlagen. Es ist nicht die Frage, wie gefährlich der “der Islam” ist! Die Frage ist, wie gefährlich es ist, ihn im eigenen Land zu haben! Antwort: Sehr gefährlich! Aber nicht wegen “der Islam”, sondern wegen der fehlenden kulturellen Selbstachtung, derentwegen man Inkompatibilitäten partout nicht wahrhaben darf! Weil man ansonsten eine “-phobie” angedichtet bekommt.

Der Islam am falschen Ort

Der “der Islam” müsste hierzulande kein Problem sein, wenn er nicht da wäre. So einfach ist das. Und daran, daß er da ist, haben nicht die Moslems schuld, sondern jene Nichtmoslems, die ihn in ihrem naiven Gleichheitswahn massenhaft importiert haben. Japaner z.B. sind von diesem Gleichheitswahn nicht angekränkelt. In Japan läßt sich kein Moslem häuslich nieder.

Jeder Moslem, der noch einigermaßen bei Trost ist, bricht in schallendes Gelächter aus, wenn man ihm mit der Zumutung kommt, er solle sich hierzulande “integrieren”. Kein Mensch von Verstand integriert sich in eine Gesellschaft, die sich selbst erkennbar auf dem absteigenden Ast befindet. Allein die Forderung schon, daß sich der Moslem integrieren soll, ist ein Ausweis völliger Selbstverkennung.

Moslems hierzulande wissen längst, was sich “Kartoffeln” alles bieten lassen. “Die respektieren uns nicht!”, heißt es. Sehr richtig. Aber wofür sollten sie “uns” auch respektieren? Dafür etwa, daß wir ihnen demografisch beweisen, wie gern wir selber aussterben wollen? Soll er sich bei den Aussterbewilligen integrieren? – Lächerlich.

Der bigotte “Wertewesten”, der längst ein Wertloswesten geworden ist, müsste kein “Islamproblem” haben, wenn er den “der Islam” einfach so akzeptieren würde, wie er eben ist – und zwar in den islamischen Ländern, anstatt sich dauernd einzumischen mit Feminismen, Menschenrechten und seinen vermeintlichen, aufgeklärten “Werten”. Man lasse die Moslems in ihren eigenen Ländern einfach in Ruhe und bemühe sich um gute Handelsbeziehungen im Rahmen des Möglichen, ohne den Moslems permanent die eigene moralische “Überlegenheit” aufs Butterbrot zu schmieren. Die ist ohnehin nichts weiter als Einbildung. In den vergangenen dreißig Jahren hat der ach-so-wertüberlegene “Wertewesten” in der islamischen Welt um ein Vielfaches mehr Moslems gekillt, als umgekehrt Moslems “Wertewestler” in der westlichen Welt.

Das liebe Öl

Und was soll jetzt die Umstandskrämerei im Roten Meer? Die USA haben eine Koalition von zehn Nationen zusammengestellt, die den Schiffsverkehr im Roten Meer gegen Angriffe der jemenitischen Houthis schützen soll. Aber warum schießen die Houthis überhaupt? Weil sie über den Umgang der Israelis mit den Palästinensern empört sind! Weil sie sich gegen einen Westen empören, der einen Massenmord an zumeist Moslems nolens volens einfach so hinnimmt, ohne überhaupt darüber nachzudenken, wie sehr er sich damit selbst ad absurdum führt und seine ganze Bigotterie unter Beweis stellt.

Deutschland: Was für ein Tam-Tam wegen der Taten des NSU im eigenen Land. Was für alberne Rechtfertigungen aber für die 1000-fache Opferzahl unter Zivilisten im Gazastreifen. Eine derartige Inkonsequenz ist das Resultat fehlender Selbstachtung. Die ganze Empörung über den NSU wird dadurch entwertet. Und es stört niemanden!

Die einfache Lösung: Wenn die Israelis einen Massenmord an palästinenischen Zivilisten durchführen wollen, dann sollen sie das gefälligst ganz alleine machen – und keinerlei Unterstützung des “Wertewestens” mehr dabei erfahren. Dann wäre ganz schnell Ende mit Massenmord und das Rote Meer wäre wieder sicher. Aber so? Wenn es dumm läuft, ist demnächst der Suezkanal nutzlos, weil kein Mineralölkonzern mehr ein Schiff ins Rote Meer schicken wird, wenn es in der Meerenge von Bab al-Mandab von Versenkung bedroht ist. Schon deswegen nicht, weil die Versicherungsprämien dafür nicht zu bezahlen sein werden. Die Umschiffung des gesamten afrikanischen Kontinents ist eine zeitraubende, sehr teure Alternative – und noch nicht einmal eine Garantie dafür, daß nicht ein ganz neues Problem auftritt. Sollten nämlich die schiitischen Houthis wegen der amerikanischen Präsenz im Roten Meer sich saudische Ölfelder der dortigen Wahabiten als Angriffsziele aussuchen, dann ist der Effekt auf den europäischen Energiemarkt ebenfalls verheerend, so daß uns Europäern die amerikanische Präsenz dort rein gar nichts nützen würde. Das Barrel Öl der Sorte Brent klettert jetzt bereits auf 80 Dollar. Sollte der schiitische Iran dann aus Solidarität mit den schiitischen Glaubensbrüdern im Jemen noch die Straße von Hormuz in- und aus dem persischen Golf dichtmachen, dann war es das für die europäische Energieversorgung. Und wozu? Nur, weil die vollkommen moralbefreiten Moralweltmeister aus der EU sich nicht dazu durchringen können, den Israelis einmal klarzumachen, daß ihr massenmörderisches Vorgehen im Gazastreifen schwer mit europäischen Interessen kollidiert. Keinerlei Selbstachtung! Und seitens Israels bzw. der USA keinerlei Rücksichtnahme. Es gibt nicht einen einzigen, militärstrategisch akzeptablen oder plausiblen Grund für den Massenmord im Gazastreifen. Das ist ein reiner Rachefeldzug, total unverhältnismäßig, weltweit verurteilt – und die eigentlichen Ziele, die dahinter stecken, werden überhaupt nicht benannt. Die Hamas ist nicht zu besiegen. Es wird nur alles immer weiter eskalieren – und gedient ist damit niemandem.

Den “der Islam” dort lassen, wo er “zuhause” ist, ihn keinesfalls importieren – und gut isses! Zweifellos haben wir ihn aber im eigenen Land. Was also tun? Mit der Fahndung nach “Islamisten” ist es keinesfalls getan. Mindestens so dringend wie die, ist die Beendigung des kulturmarxistischen Diktats mit seinem lebensfeindlichen Gleichheits- & Integrationswahn im eigenen Land. Wer aber aller Welt zu erkennen gibt, daß er das Eigene nicht mehr zu verteidigen gewillt ist, braucht sich über die Verachtung von außen nicht zu wundern. An der eigenen Nase fassen, anstatt dem Moslem dauernd an seiner herumzufummeln!

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