Schlechte Laune (Bild: Khosro; shutterstock.com)

Davon können deutsche Familien nur träumen: Ukrainische Mutter bekommt 3 Betreuer für ihr behindertes Kind und ist trotzdem unzufrieden

Von der Unterstützung, die eine ukrainische Mutter und ihr behinderter Sohn durch den deutschen Steuerzahler erfährt, davon dürften etliche deutsche Familien mit behinderten Kindern nur träumen: Drei Betreuer kümmern sich um den ukrainischen Jungen. Trotzdem ist die Mutter mit der Situation unzufrieden, da der bayerische Staat laut SZ angeblich weniger eine Hilfe, denn ein Hindernis ist.

Im März 2022 habe sie es in der Ukraine nicht mehr ausgehalten. Julia Ieromenko wollten einfach nur weg – egal, ob in die Schweiz, nach Tschechien oder Moldawien, erzählt sie der Süddeutschen Zeitung. “Zufällig” –  über eine Bekannte – landete sie mit ihren beiden Söhnen in München. Während der 21-jährige Sohn dort sein Informatikstudium auf einer Steuergeld finanzierten Hochschule weiterbetreiben kann, ist der Alltag mit dem schwerbehinderten 11-jährigen Maksim sehr schwierig. Die ganze Situation wird, so wird der Eindruck durch den SZ-Artikel, der über das Schicksal der Ukrainerin berichtet, noch durch den bayerischen Staat erschwert.

Die 43-jährige Ukrainerin und ihre Söhne bewohnen in München, wo es für normalverdienende Einheimische so gut wie unmöglich ist, auf dem komplett überspannten Wohnungsmarkt eine Wohnung zu finden, eine neue Wohnung. Starthilfe bekam die Familie von einer engagierten Münchnerin, die sie bei Behördengängen begleitete und Arzttermine für den behinderten Sohn vereinbarte. Aber trotzdem läuft nicht alles nach dem Gusto von Frau Ieromenko. “Es war extrem schwierig, einen Schulplatz für Maksim zu finden.” Anfangs konnte er nur zwei Stunden am Tag in die Förderschule gehen, mittlerweile sind es vier. Immerhin so weit funktioniert das Schulsystem für die beiden, so der anklagende Ton der SZ. Doch Frau Ieromenko fühlt sich kaum entlastet. Die paar Stunden würden für nichts reichen, muss sich doch in dieser Zeit Dinge wie waschen, einkaufen, putzen erledigen. Zu einer Sprachschule zu fahren und sich mehrere Stunden dem Deutschlernen zu widmen, dafür bleibt der armen Frau einfach keine Zeit.

Wenn es nach Frau Ieromenko gehen würde, dann würde ihr Sohn Maksim auch die Nachmittage in seiner Schule verbringen. Seit Monaten aber wartet sie auf einen Platz in der Nachmittagsbetreuung und wird immer wieder vertröstet. “Maksim liebt die Schule”, so die Ukrainierin. “Aber sie hat einfach nicht genug Personal.” Dabei bekommt Maksim schon persönliche Assistenz. Doch wenn einer seiner drei Betreuer !!! krank ist, die ihn abwechselnd im Unterricht unterstützen und auf dem Schul- und Nachhauseweg begleiten, muss er zu Hause bleiben, so das Wehklagen.

Die engagierte SZ wollte in diesem Fall wissen, was die politischen Verantwortlichen zu diesem unglaublichen Missstand sagen. Ein Anruf bei dem Bayerischen Integrationsbeauftragten Karl Straub zeigt: Auch er sieht in der Bürokratie ein Hindernis für Geflüchtete. “Da wollen wir ran, damit es für alle einfacher wird.” Dennoch ist die Situation der Familie für ihn ein Sonderfall. “Daraus sollten wir Schlüsse ziehen, um die Gesamtsituation zu verbessern(…)”

Anzuerkennen ist, dass die Behinderung des ukrainischen Jungen, der jetzt nicht in Tschechien oder Moldawien, sondern in Deutschland lebt, ein schlimmes Schicksal. Jedoch sind drei Betreuer eine gehörige Unterstützung, zumal das Geld des deutschen Steuerzahlers auch und vor allem für Ukrainer großzügig eingesetzt wird. Es dürfte unzählige deutsche Familien mit behinderten Kindern geben, die von drei (!) Betreuern nur träumen können. Eine Unterstützung, damit es auch für deutsche Familien mit behinderten Kindern leichter wird, scheint es indes nicht zu geben. Ganz im Gegensatz für “Geflüchtete mit behinderten Kindern”. Hier macht sich der Herr Integrationsbeauftragte stark. Darüber hinaus die Frage: Warum stimmen Fremden, die hier Schutz und eine Rundumversorgung bekommen, einen anklagenden Tenor an?

(SB)

fdc57114d0d04f3eb112feeaef2080aa

Entdecke mehr von Journalistenwatch

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen