Freie Bürger abgeschafft: „Wir müssen die Menschen….!“

Der Mensch, die Menschen Foto: Von fran_kie/Shutterstock

Es ist wieder Wahlkampf in Deutschland. Gähn. Wer sich die Phrasen dieser Tage auf Wahlplakaten antut, der kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Das alte Wrack SPD etwa trötet via Spitzenpersonal völlig sinnlos in die leeren Corona-Räume: „Das Wichtige jetzt!“. Was ist wichtig?

Von Hans S. Mundi

Die deutschen Almosen-Renten nicht nur doppelt sondern dreifach zu besteuern? Die Benzin-, Strom- und Heizöl-Preise munter von staatlicher Seite aus noch weiter nach oben zu treiben? Oder ist es wichtig, an der Seite des linksradikalen Ungelernten, des Krakeelers Kevin Kühnert, verdiente Alt-Genossen wie Wolfgang Thierse aus der einstigen Arbeiterpartei zu mobben…?! Wichtig ist vor allem bei „die Menschen“, da sind sich alle einig. Alle Berufspolitiker. Die Menschen. Und nicht die Bürger.

Wir müssen die Menschen dort abholen, wo sie stehen“

Das Dolle an dieser Phrase ist: Sie kommt wahnsinnig uneigennützig daher und ist in Wirklichkeit eine bodenlose Frechheit. Warum das so ist? Das Wörtchen „abholen“; ist schön positiv besetzt. Jeder wird doch gerne abgeholt. Am liebsten von Menschen, die man mag. „Ich hole dich dann nachher um 8 ab und wir fahren in unser Lieblingsrestaurant, Schatz.“; Oder: „Nein, nein, lass mal. Ich hole dich ab, du brauchst nicht zu Fuß zum Krankenhaus zu gehen.“; Einzige Ausnahme: Die Polizei holt einen ab, das ist nicht so angenehm. Aber das ist, wie gesagt, eine seltene Ausnahme. Wer also jemanden abholt, der hat im Prinzip schon gewonnen. Und man holt natürlich dort ab, wo sich die abzuholende Person gerade aufhält, und nicht am anderen Ende der Stadt. Im übertragenen Sinn wird aus dieser überaus menschenfreundlichen Phrase allerdings eine herablassende Schmähung. Denn wer abholt, verfügt ja auch über das entsprechende Fahrzeug. Der Abholer bewegt sich, der Abzuholende steht doof in der Gegend rum. Und lässt sich dann auch noch von so einem Phrasendrescher an ein unbekanntes Ziel verfrachten. Fremdbestimmter geht es nicht. Trotzdem kommt der Spruch meistens gut an. Man muss nur aufpassen, wen man da eigentlich abholen will. Denn vielleicht geht der lieber seine eigenen Wege.“

Ostzonen-Trutsche Merkel machte in ihrer Regierungszeit aus freien Bürgern winzig kleine Menschen

In der Ära Merkel wurde so einiges an demokratischer West-Kultur abgeschliffen oder gleich komplett entsorgt. An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen. Wer die Menschen abholen, mitnehmen und sonst wie in den politischen Schwitzkasten nehmen will, der macht aus dem einst souveränen Wähler ein bevormundetes und betüddeltes „Etwas“, einen Wackeldackel, einen Untertan. „Die Menschen“ aus dem Munde der Nanny-Parteipolitiker, die dem Bürger zunehmend den kompletten Alltag vorschreiben, bzw. eigene Entscheidungen „lenken“ wollen, das klingt nach Oben und Unten. Die da oben bringen mit dieser Phrase den Souverän in den Streichelzoo für obrigkeitsstaatliche Politiker. „Achtung, ihr Menschen, gleich gibt es was zu fressen.“

Ich will die Menschen mitnehmen!“

Gibt es irgendwann nicht mehr genug Regen, der in den Untergrund versickert, bekommt Würzburg ein Problem: Das Trinkwasser könnte knapp werden. „Ich will keine Panik verbreiten“, sagt dazu Martin Heilig, Würzburgs erster Klimabürgermeister. Doch wer über Klimaschutz nachdenkt, müsse das Thema „Grundwasser“ unbedingt mitdenken … Menschen zu bewegen, gut mit der Umwelt umzugehen, ist Martin Heilig wichtig. So versuchte er im Sommer, junge Leute, die draußen feierten, zu animieren, auf Einweg zu verzichten und nicht vermeidbaren Müll ordentlich zu entsorgen oder mit nach Hause zu nehmen. Als langjähriger Lehrer und vierfacher Vater ist Heilig der erhobene Zeigefinger zuwider. Der Klimabürgermeister möchte nicht von oben herab etwas anordnen: „Ich will die Menschen mitnehmen.““

Mao nahm die Menschen in Umerziehungslager mit, Hitler nahm viele Menschen in die KZ’s mit

Die GrünInnen gingen bekanntlich aus linksfaschistischen K-Gruppen der alten Bundesrepublik hervor. Sie waren Anhänger der rotchinesischen „Kulturrevolution“, die unter dem linken Diktator Mao Tsedong laut „Spiegel“ mehr als 55 Millionen Menschen das Leben kostete. Menschen, die keine freien Bürger im Reich des Kommunismus waren. Menschen dirigieren, lenken, bevormunden, einschränken, ihnen das Auto wegnehmen und den Fahrradweg „schenken“, das ist linksgrüne Nanny-Politik pur. Die Menschen wurden stets in jedem autoritären Staat „abgeholt“ und „mitgenommen“, meistens kamen sie dann nicht mehr wieder oder wurden erst als Leichen wieder frei gelassen. Wir müssen die Menschen. Eine fürchterliche Phrase sagt alles über den geistig-moralisch-politischen Zustand der Republik anno 2021. Wir müssen. „Die Menschen“ formerly known as free „Bürger“ – ehemals freie und souveräne Bürger.

Die Menschen mitnehmen und gestalten lassen.“

„Welchen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen Kommunen mit Smart Cities?
EBLING: Klimawandel, Demografie und Co. sind Herausforderungen, deren Folgen von Ort zu Ort variieren. Mit Smarten Städten können wir sie meistern: Sie verbinden lokale Möglichkeiten mit digitalen Mitteln zu einer passenden Lösung. Das setzt leistungsfähige digitale Infrastrukturen, klare Regeln zum Umgang mit Daten sowie digitale Kompetenzen voraus – und dass wir die Menschen mitnehmen und mitgestalten lassen.

Welche digitalen Aufgaben stehen bei Kommunen heute im Mittelpunkt?
EBLING: Ob Stau oder Stickoxide: Mobilität ist ein Top-Thema. Wir müssen systemisch denken und planen, um die Bus & Bahn-Klassiker mit Elektromobilität und digitalen Diensten, zum Beispiel Carsharing und Fahrradverleih, zu einem Angebot aus kommunaler Hand zu vereinen. – INTERVIEW MIT MICHAEL EBLING OBERBÜRGERMEISTER DER STADT MAINZ UND PRÄSIDENT DES VERBANDS KOMMUNALER UNTERNEHMEN (VKU),

Der freie Bürger ist tot, denn „wir müssen die Menschen“

Im neuen politisch korrekten Dorf der nahen Zukunft sind wir alle vereint, weil wir ja auch Dank Auto-Bekämpfung keinen allzu großen, geschweige denn individuellen, Aktionsradius mehr haben werden. Der kostenlose oder günstige „Öffentliche Nahverkehr“ wird sehr nah, denn wer will schon noch zum Einkaufen mit Bierkästen und vollen Taschen in die Ferne via Bus, Tram oder U-Bahn?! Die Menschen sollen, wie in China, nicht mehr aus ihren Vierteln, sollen sich überschaubar und überwachbar bewegen – denn dann ist der Nanny-Staat ganz nah bei die Menschen. Der „Green Deal“ macht uns alle zum Spielzeug der Obrigkeitskaste ökolinker Fanatiker. „Wir müssen die Menschen“, das klingt wie Herr und Hamster, wie Goldfisch und Aquarium, wie Zoologischer Garten mit Käfigen, wo nur „die Menschen“ drin sind. Als Höhepunkt nun Honeckers Rache, Angela „FDJ“ Merkel, welche die Menschen auch mitnehmen will, am liebsten auch einige gleich abtransportieren, in Erinnerung an Gulag und Stasi, an jene schönen Stunden, als Klein-Angela noch in ihrem linksextremistischen evangelischen Heim-Pfarrer-Elternhaus weilte, vom christlichen Sozialismus träumte und dabei herzlich gerne bei die Menschen mithalf. Die Merkel.

KI muss den Menschen mitnehmen

KI made in Germany soll zu einem internationalen Markenzeichen für moderne, sichere und gemeinwohlorientierte Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz werden. Dieses Ziel hat sich die Bundesregierung auf die Fahne geschrieben, um im internationalen Vergleich nicht länger den Anschluss zu verlieren. Fleißig rührt Angela Merkel die Werbetrommel für die neuen Technologien, erst kürzlich forderte sie Gesellschaft und Wirtschaft im Rahmen eines Informationsaustausches mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden auf, sich für KI zu öffnen. Wortwörtlich sagte die Kanzlerin: „Wir alle müssen umlernen, egal ob in der Unternehmensführung, in der Politik oder aber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Nur dann können die Menschen die Chancen wahrnehmen, die sich aus diesen dramatischen Veränderungen ergäben.“ Recht hat sie.