Foto: Foto: Petro Poroschenko und Angela Merkel (über dts Nachrichtenagentur)

Ukraines Ex-Präsident Poroschenko empfiehlt ausgerechnet Merkel als Vorbild

Berlin/Kiew – Interessant. Während hierzulande die Ex-Kanzlerin wegen ihrer zu freundlichen Putin-Politik – nachträglich natürlich – immer mehr in die Kritik geraten ist, erfährt sie von einstigen Wegbegleitern noch höchstes Lob:

Der frühere ukrainische Präsident Petro Poroschenko legt Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nahe, sich im Umgang mit Russland an der früheren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu orientieren. „Die Ukraine ist sehr interessiert an einer deutschen Führungsrolle, wie sie Kanzlerin Merkel seinerzeit gezeigt hat“, sagte Poroschenko den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Merkel habe mit Putin hart gesprochen.

„Wenige sind in der Lage, mit Putin zu sprechen, wie die Kanzlerin das konnte.“

Und dann kommt er auch gleich auf den Punkt und sagt uns, was er wirklich will:

Er schätze sehr die wirtschaftliche Unterstützung, die Deutschland jetzt auch mit Scholz leiste. „Aber wenn man sich im Krieg befindet, kann man nie genug Waffen bekommen. Daher bin ich mit den Waffenlieferungen aus Deutschland auch nicht zufrieden“, betonte Poroschenko. Der Chef der ukrainischen Oppositionspartei Europäische Solidarität richtete einen eindringlichen Appell an die Bundesregierung, ihre Hilfen auszuweiten. „Es geht nicht nur um die Zukunft der Ukraine, sondern auch um die Zukunft Deutschlands, Europas und der Welt. Und diese Zukunft hängt an der Lieferung von 500 Panzern, 1.000 Artilleriesystemen, 100 Kampfflugzeugen und 300 Flugabwehrraketen“, sagte er. „Wer diese Waffen liefert, hilft nicht der Ukraine, sondern investiert in seine eigene Sicherheit.“ Poroschenko beschwor die Bundesregierung: „Bitte helft uns dabei, euch zu retten. Krieg auf ukrainischem Territorium ist für euch besser, als wenn der Krieg nach Deutschland kommt.“ Der Ex-Präsident forderte auch eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. „Es wird auch Zeit, sämtliche Exporte aus Russland zu blockieren – und die finanzielle Unterstützung für Parteien und andere Organisationen in Russland einzustellen“, so Poroschenko.

„Russland erhält 500 Milliarden Dollar im Jahr, um den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Ich sage: Schluss damit!“ Poroschenko betonte: „Je mehr Waffen in die Ukraine geliefert werden, desto kürzer ist der Weg zum Frieden. Wir können Putin stoppen – wenn wir genügend Waffen haben. Es geht darum, Europa von Putin zu befreien.“

Da bekommt der Begriff „Brudervolk“ doch eine ganz neue Bedeutung. Anscheinend sind wir alle irgendwie auch Ukrainer, nur haben wir es bislang nicht gewusst. (Mit Material von dts)

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