Dieter Nuhr (Pressefoto)

Zu viel Kritik am links-grünen Regime? RBB streicht angeblich Dieter Nuhr

Der Skandalsender RBB will sparen. Und deshalb wurde von der Topverdienerin, Frau Intendantin Katrin Vernau, unter anderem angeblich auch das Aus für die Sendungen von Dieter Nuhr und Jörg Thadeusz verkündet. Seltsam: Damit fallen ausgerechnet zwei TV-Figuren dem öffentlich-rechtlichen Rotstift zum Opfer, die Linke und Grüne mit ihrer Satire und ihren politischen Kommentaren regelmäßig nicht so gut dastehen lassen. Zufall? 

Der öffentlich-rechtliche Selbstbedienungsladen Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) will jetzt sparen, sparen und nochmals sparen. Bis Ende 2024 sollen insgesamt 100 Stellen gestrichen werden. Hintergrund seien die geplante Einsparungen von fast 50 Millionen Euro, wie der öffentlich-rechtliche ARD-Sender in Berlin mitteilte.

Im vergangenen Jahr platzte eine Eiterblase nach der anderen beim mit Zwangsgebühren betriebenen RBB und machte den Blick frei, um was für einen verkommenen Selbstbedienungshaufen es sich beim Öffentlich-Rechtlichen handelt.

RBB-Chefin und Topverdienerin Katrin Vernau verkündete am Mittwoch, wo denn nun überall gespart werden soll. So soll das sauteure ARD-Mittagsmagazin („MiMa“)nicht mehr vom RBB, sondern von anderen ARD-Sendern produziert werden. Darüber hinaus entfällt das Gesundheitsmagazin „RBB Praxis“. Das Verbrauchermagazin „Super.Markt“ kommt nur noch einmal wöchentlich und das ARD-Auslandsstudio Warschau wird der WDR übernehmen. 7,8 Mio. Euro will der RBB dann noch durch Verkäufe von Flächen und die Kündigung von Immobilien sparen. Bisher residiert der Sender noch als Untermieter im nahen „Hotel am Studio“.

Und wie es scheint, ist man auch zwei Plagegeister los: Wie es scheint, fallen dem ausgerufenen Sparkurs angeblich – laut Bild – auch die Sendungen von Dieter Nuhr und Jörg Thadeusz zum Opfer. Mehr als auffällig: bei Nuhr und Thadeusz handelt es sich um zwei TV-Gestalten, die man bei öffentlich-rechtlichen Grün-Funk mittlerweile mit der Lupe suchen muss: Nuhr und Thadeusz fielen immer wieder mit ihrer links-grün-kritischer Satire und ihren politischen Kommentaren auf, die nicht so ganz auf Linie waren.

Um Lohnkosten zu sparen, verkündete Vernau zudem, dass die Zahl der außertariflich bezahlten Stellen halbiert werde. Allerdings: Die Gehälter der 40 top-versorgten RBB-Manager will die Intendantin aber nicht kürzen. Ihre Begründung: „Der RBB steht im Wettbewerb um Führungskräfte.“ Zu diesen RBB-Topverdienern gehört – Wunder über Wunder – auch Oliver Jarasch, der Ehemann von Berlins grüner Verkehrssenatorin Bettina Jarasch. Der musste aktuell Brandenburgs Abgeordneten erklären, warum und wofür er ein 150 000-Euro-Gehalt einkassiert.

Erklären musste sich auch seine Chefin Vernau. Zum Beispiel, warum sie vom Zwangsbeitragszahler über den RBB zusätzlich zu ihrem Jahresgehalt von 297.000 Euro noch einen monatlichen Mietzuschuss von 1.500 Euro für eine Zweitwohnung in Berlin einsteckt, während der Sender doch einen harten Sparkurs für alle anderen ankündigte. Darüber hinaus erhält die Taschenvollmacherin vom RBB eine Bahncard 100 im Wert von 7.010 Euro jährlich. Christoph Hölscher von der Freienvertretung des RBB kritisierte, dass bei Vernau kein Problembewusstsein existiere. Dass Vernau Anwaltskosten in der bisherigen Höhe von mindestens 1,4 Millionen Euro produzierte, welche durch den Rundfunkbeitrag- also den Zwangsbeitragszahler aufzubringen sind, um den Skandal rund um ihre Vorgängerin Patricia Schlesinger aufzuklären, ist dann nur ein Nebenkriegsschauplatz.

+++ Dieter Nuhr hat sich in den sozialen Medien nun zu Wort gemeldet:

(SB)

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