Sieht es so bald in der Pfandrücknahmestelle von Aldi und Rewe aus? (Symbolbild:Imago)

Grün stinkt zum Himmel: Pfandpflicht-Ausweitung auf Milchprodukte verwandelt Supermärkte bald in Müllkippen

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Die schamlose und schikanöse, permanente Mehrbelastung von Bürgern und Unternehmen durch immer neue bürokratische Hirngespinste der Berliner Ampel und ihren kongenialen Pendants in der Brüsseler EU-Zentrale kennt keine Grenzen. Schikanen im Namen von “Nachhaltigkeit” und “Klimaschutz” fordern ihren Tribut immer mehr Alltagsbereichen. So wird nun ab 1. Januar die Palette der pfandpflichtigen Getränke deutlich ausgeweitet – und zwar erstmals auf Lebensmittelverpackungen, die bislang aus guten gesundheitlichen und hygienischen Gründen in den Müll entsorgt wurden (und auch nirgendwo sonsthin gehören): Milch- und Milchmischgetränke sowie sonstige trinkbare Milcherzeugnisse in Kunststoff-Flaschen. Dies betrifft etwa Milch-Joghurt-Drinks, Ayran, Milchmischgetränke und alle Produkte in Einweg-Plastikbehältnissen und -flaschen, für die die Kunden fortan 25 Cent mehr bezahlen müssen.

Diese müssen (bzw. können) ab 2024 von den Bürgern nach Verbrauch in die Supermärkte zurückgebracht werden – was zwei erhebliche Probleme impliziert: Anders als bei Getränkeflaschen kann man verbrauchte Milchbehältnisse nicht in standardisierten Kisten im Flur oder der Vorratskammer sammeln.

Kalte Preiserhöhung

Natürlich wird – mit Ausnahme von leidenschaftlichen Messies – niemand die verwendeten Behältnisse nach Gebrauch freiwillig zuhause aufheben, da die Milchsäurebakterien sogleich für starke Geruchsbildung sorgen und die Reste in den Flaschen zudem Schimmel und schädlichen Keimen eine ideale Brutstätte bieten. Also müssten die Konsumenten die Verpackungen direkt nach Verbrauch in den Supermarkt zurückbringen – vor allem für Menschen auf dem Land, die nur einmal in der Woche einkaufen, eine Zumutung, die nicht in Frage kommt. Wer den Müll aber weiterhin wegwirft, verliert die 25 Cent pro Artikel Pfand – was bei Familien schnell weitaus stärker finanziell ins Gewicht fällt als im Fall von Getränken.

Wer aber im Sinn der Regierung künftig wirklich die stinkenden Kunststoffbehälter in die Supermärkte zurückbringt, sorgt dort für dasselbe Problem im großen Stil: Die zentrale Sammlung und Lagerung wird dort, wo frische Lebensmittel zum Verkauf angeboten werden,  künftig dann erst recht für eine abnorme Geruchsbelästigung sorgen. Ziel ist es, dass es ab dem neuen Jahr keine pfandfreien PET-Flaschen oder Getränkedosen mehr gibt.

Odeur der grünen Nachhaltigkeitsgesellschaft

Je mehr Menschen bei diesem neuen Einwegpfandsystem mitmachen, umso mehr dürfte es – vor allem in den heißen Monaten – in den Märkten wie auf einer Müllkippe stinken. Es wird das neue Odeur der grünen Nachhaltigkeitsgesellschaft sein.

Bleiben also zwei Alternativen: Entweder, die 25 Cent Pfand werden von den Bürgern zähneknirschend abgeschrieben – was einer Verteuerung von Milchprodukten um einen durchschnittlich zweistelligen Prozentbetrag entspricht -, oder man wird künftig nur noch mit Gasmaske einkaufen gehen können. Es droht ein hygienischer Alptraum – eines buntgrünen Shitholes in jeder Hinsicht würdig. (TPL)