Ampel-Antisemitismusbeauftragter Felix Klein (l.) mit Dienstherrin Nancy Faeser (Foto:Imago)

Jetzt muss auch noch der Antisemitismusbeauftragte seinen Senf zu Rammstein abgeben

Als ob der Wirbel um die Band “Rammstein” nicht schon lärmend genug wäre und nicht schon genug Hobbymoralisten ihre künstliche Empörung über schon immer dagewesene Begleitphänomene der Rockkultur wie Groupie-Sex und Drogen herausgelassen hätten, meint nun auch noch Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, sich wortreich in die Debatte um mutmaßlichen sexuellen Machtmissbrauch durch Frontmann Till Lindemann einschalten zu müssen. Offenbar ist der deutsche Antisemitismusbeauftragte nicht genügend ausgelastet – und wildert daher in anderen aufregungsträchtigen Zeitgeistaffären.

Er halte es „für fragwürdig, ob die geplanten Rammstein-Konzerte in Berlin im vom Land betriebenen Olympiastadion so stattfinden sollten“, meinte er, und versuchte, eine krude Vermengung des Falls mit seiner eigentlichen Domäne und anderen Steckenpferden linker Hypersensibilitäten zu erreichen: „Antidemokratische Diskriminierungen wie Antisemitismus, Frauenverachtung und Rassismus gehen oftmals Hand in Hand. Wir sollten die betroffenen Frauen ernst nehmen, genauso wie wir Jüdinnen und Juden ernst nehmen sollten, wenn es um Antisemitismus geht“. Man dürfe „es nicht zulassen, dass die Grenzen des Sag- und Machbaren immer weiter verschoben werden, auch wenn das unter dem Deckmantel der Kunstfreiheit geschieht.“ Was die Rammstein-“Pick-up-Artists”, die im Auftrag der Band bei willigen Fangirls offene Türen einrannten und selbige zu Aftershowparties einluden, mit “Jüdinnen und Juden” zu tun haben und wo in seinem wahllos zusammenschwadronierten Unsinn irgendein kausaler Zusammenhang zwischen Antisemitismus und dem Fall Lindemann bestehen soll, konnte Klein wohl selbst nicht erklären.

Hauptsache mediale Aufmerksamkeit

Nach dem Motto: „Alles hängt mit allem zusammen“, schaltet er sich in ein Thema ein, nur um mediale Aufmerksamkeit zu erhalten. Mit dem millionenfach importierten islamischen Antisemitismus ist er offenbar nicht ausgelastet, oder, wahrscheinlicher, geht ihn gar nicht erst an, weil er zu viele unangenehme Fragen aufwerfen würde. Es fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass auch der Klimawandel noch irgendwie in die ganze Rammstein-Affäre mit hineinspielt. Wer Frauen belästigt und zu laute Musik macht, trägt sicher auch noch irgendwie zur globalen Erwärmung bei. Dies würde sich nahtlos in seine sonstige „Argumentation“ einfügen.

Anstatt sich über im von Land betriebenen Stadien stattfindende Konzerte zu sorgen, wäre es wesentlich dringender geboten, sich über völlig überflüssige Versorgungspöstchen wie Antisemitismusmusbeauftragte Gedanken zu machen. Deren bloße Existenz, nicht nur auf Bundes- sondern auch noch auf Landesebene ist ohnehin ein einziger Skandal. Wenn ein Land es für nötig hält, solche Ämter zu schaffen, ihnen dann aber nicht erlaubt, die Hauptquelle für Judenhass beim Namen zu nennen, ist ein neuer Tiefpunkt an politischem Versagen und Verlogenheit erreicht.

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